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Flugzeugbauer im Fokus: Airbus Top – Boeing Flop

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Den Flugzeugbauern Airbus und Boeing setzt die Coronavirus-Pandemie heftig zu. Jetzt setzt Airbus sogar die Produktion in Frankreich aus. Um den US-Konkurrenten steht es jedoch deutlich schlechter – womöglich muss Boeing sogar Staatshilfen in Anspruch nehmen.

Airbus setzt wegen der Coronavirus-Pandemie seine Produktion in Frankreich und Spanien vorübergehend aus. Der Stopp gelte für die kommenden vier Tage, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Damit reagiert Airbus auf die von den Regierungen erlassenen Vorschriften wie die gerade verhängte Ausgangssperre in Frankreich. Das Unternehmen will nun schnell neue Sicherheits- und Hygienemaßnahmen umsetzen, um die Produktion wieder aufnehmen zu können.

Doch auch beim Konkurrenten Boeing nehmen laut US-Medien die Probleme weiter zu. Aufgrund von Mitarbeitern, die mit dem Coronavirus infiziert seien, müssten die Gesundheitsbehörden nun über die weitere Produktion des Flugzeugbauers entscheiden, berichtete das "Wall Street Journal" am Montag.

Der Finanzdienst Bloomberg berichtete unter Berufung auf Insider, dass Boeing bei der US-Regierung auf kurzfristige Finanzhilfen für sich selbst sowie für Zulieferer und Fluggesellschaften dränge. Der Airbus-Rivale versuche, Entlassungen und Schäden für Hunderte von kleineren Firmen in der Fertigungskette zu vermeiden. Boeing wollte sich zu beiden Berichten auf Nachfrage nicht äußern.

Das sagen die Analysten

Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für Airbus angesichts der möglicherweise "schlimmsten Airline-Krise aller Zeiten" von 156 auf 95 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Overweight" belassen. Analyst David Perry kürzte seine Gewinnschätzungen, denn 2020 stelle die Flugzeugbauer vor große Herausforderungen. Die weitere Stilllegung der 737 Max von Boeing sei für Airbus jedoch eine große Hilfe, denn dadurch sinke das Angebot deutlich.

Doch auch bei Boeing setzten die JPMorgan-Analysten die Axt an und stuften die Aktie von "Overweight" auf "Neutral" ab und strichen das Kursziel von 370 auf 210 Dollar zusammen. Wegen der Krise dürften Flugzeugbestellungen entweder storniert oder verschoben werden. Boeing könnte zudem die Dividende kürzen. Nach dem Flugverbot hatte der Konzern bereits den Rückkauf eigener Aktien gestoppt, um sein Geld zusammenzuhalten.

Das machen die Aktien

An der Börse gerieten die Boeing-Aktien +2,74% am Montag mit einem Kurssturz um 24 Prozent massiv unter Druck. Der Konzern steht wegen seines nach zwei Abstürzen binnen kurzer Zeit weltweit mit Flugverboten belegten Verkaufsschlagers 737 Max ohnehin schon mit dem Rücken zur Wand. Seit Beginn des freien Falls vor drei Wochen hat sich der Wert der Papiere um nahezu zwei Drittel verringert.

Die Aktien von Airbus +7,82% haben „nur“ knapp die Hälfte ihres Wertes in den vergangenen Wochen verloren und setzten am Dienstag im vorbörslichen Handel zu einer Erholungsbewegung an. Auf Tradegate notieren die Airbus-Aktien aktuell 8,37 Prozent vorne.
Mit Material von dpaAFX.
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