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Fraport: Die Durststrecke ist noch nicht vorbei

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport +0,92% richtet sich nach einem Rekordverlust auf eine verlängerte Flaute in der Corona-Pandemie ein. Der Vorstand kappte am Dienstag bei der Bilanzvorlage seine Passagierprognose für 2021 und verschob die geplante Eröffnung des dritten Terminals um ein weiteres Jahr auf 2026. 

"Wir sehen ganz klar Licht am Ende des Tunnels", erklärte Vorstandschef Stefan Schulte dennoch. So solle am Heimatstandort Frankfurt das mangels Nachfrage geschlossene Terminal 2 im Juni wieder in Betrieb gehen, die zwischenzeitlich als Flugzeugparkplatz genutzte Landebahn Nordwest möglichst sogar schon früher.

Nach dem Einbruch auf knapp 19 Millionen Passagiere im Jahr 2020 rechnet Schulte nun für das laufende Jahr nur noch mit "unter 20 bis 25 Millionen" Passagieren. Die Nachfrage werde "irgendwann im Sommer" anziehen. Noch vor wenigen Wochen hatte sich das Management des größten deutschen Flughafens bis zu 32 Millionen Passagiere für das laufende Jahr zugetraut. Das Vor-Corona-Niveau von mehr als 70 Millionen Fluggästen werde man etwa in den Jahren 2025/2026 wieder erreichen, schätzt Schulte. 

Zu diesem Zeitpunkt soll das bereits im Bau befindliche Terminal 3 mit einer Kapazität von rund 25 Millionen Passagieren pro Jahr die alten Einrichtungen entlasten. Man habe die Arbeiten gestreckt, aber nicht unterbrochen, so Schulte. Das Investitionsvolumen werde auch nicht reduziert.

Ansturm auf Mallorca-Reisen spielt keine Rolle

Der kräftige Anstieg der Ticketbuchungen nach dem Ende der Reisewarnung für Mallorca vor wenigen Tagen spielt in der Gesamtprognose der Fraport-Spitze hingegen keine Rolle. Mehrere Fluggesellschaften wie Lufthansa -1,67% und ihre Tochter Eurowings, die Ferienflieger Condor und Tuifly sowie der irische Anbieter Ryanair -0,89% haben ihr Flugangebot für die Osterferien deutlich aufgestockt.

Schulte erinnerte daran, dass die Bewegungsfreiheit ein Grundrecht sei. Es gebe auch keine Belege, dass Flugreisen aus touristischen oder geschäftlichen Gründen zur Verbreitung der Pandemie beigetragen hätten. Der Fraport-Chef forderte eine schnelle Rückkehr zum sicheren Fliegen mit einer guten Teststrategie. Angesichts sinkender Todeszahlen werde das Virus selbst bei weiterhin hohen Inzidenzen seinen Schrecken verlieren. 

Das macht die Aktie von Fraport

An der Börse kamen die Nachrichten schlecht an. Die Fraport-Aktie +0,92% lag am Nachmittag mit rund 3,5 Prozent im Minus und gehörte damit zu den schwächsten Werten im MDax +0,18% , dem Index der mittelgroßen Werte. Seit dem Jahreswechsel hat das Papier noch gut vier Prozent gewonnen. Allerdings wird es immer noch rund ein Drittel billiger gehandelt als Anfang 2020, als die Pandemie die Luftfahrt noch nicht ins Mark getroffen hatte.

Sechs-Monats-Chart Fraport (in Euro)
Mit Material von dpaAFX.
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