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Fraport, Ryanair, IAG & Co: Luftfahrt- und Reise-Branche hebt ab

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 4 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Wachsende Zuversicht für ein absehbares Ende der Corona-Einschränkungen gibt am Freitag den Aktien aus der Reise- und Freizeitbranche sowie von Flughafen-Betreibern in wenig veränderten Börsen-Umfeld kräftig Auftrieb. Analysten äußern sich angesichts der jüngsten Meldungen über Impfstoffe gegen das Virus wieder zuversichtlicher.

Nachdem sich Mitte November die Experten der US-Bank Goldman Sachs und von Kepler Cheuvreux positiver zur Branche geäußert hatten und von verringerten Abwärtsrisiken sprachen, äußerten sich nun auch die der Deutschen Bank optimistischer. Die Experten der UBS sind zwar noch zurückhaltender, sehen aber inmitten von Neuinfektionszahlen und Reisebeschränkungen für die weltweite Luftverkehrsbranche zumindest eine Stabilisierung der Trends im Dezember und Januar.

Der europäische Index für den Reise- und Freizeitsektor legte als einer der gefragtesten Indizes um 1,3 Prozent zu. Unter den Einzelwerten stiegen die Aktien von IAG -1,64% um 4,3 Prozent und die von Ryanair -1,06% und Air France-KLM -0,04% um jeweils 3,3 Prozent. Easyjet -2,91% gewannen rund zwei Prozent, während sich die der Lufthansa mit plus 0,1 Prozent kaum bewegten. Die Papiere der Kreuzfahrt-Reederei Carnival -1,48% gewannen 2,9 Prozent. Die Aktien des Hotelbetreibers Accor -0,83% stiegen um 3,5 Prozent.

Im MDAX stützten die Kursgewinne des Schwergewichts Airbus -1,15%, dessen Aktien um mehr als zwei Prozent zulegten. Zudem rückten die Anteilsscheine des Flughafenbetreibers Fraport -0,73% um rund fünf Prozent vor auf den höchsten Stand seit Anfang März und Flughafen Zurich gewannen 1,8 Prozent.

12-Monats-Chart Fraport (in Euro)

Analystin Siobhan Lynch von der Deutschen Bank sieht für die Flughafenbetreiber inzwischen mehr Chancen als Risiken: "Die jüngsten Impfstoffmeldungen und die möglichen Zeitachsen für eine Herdenimmunität decken sich mit unseren Erwartungen über eine Erholung des Luftverkehrs in der zweiten Jahreshälfte 2021." Die Flughafenbetreiber Fraport, Aena und Zurich Airport dürften im Jahr 2023 wieder das Verkehrsaufkommen des Jahres 2019 erreichen. Für die Aeroports de Paris (ADP) -1,91% sollte das ein Jahr später der Fall sein.

Zugleich hob Lynch hervor, dass sie ihre Präferenzen neu ausgerichtet habe. Mit Blick auf den Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport betonte sie vor allem das Einsparpotenzial und sprach daher nun ein Kaufurteil für die Papiere aus. Das Kursziel hob sie zugleich von 35 auf 60 Euro an. Für Aena und Zurich Airport bekräftigte sie ihre Kaufempfehlungen und hob die Kursziele an. Für Aena um 14 Euro auf nun 164 Euro und für die Schweizer von 157 auf 182 Franken.

Die Deutsche-Bank-Analysten Jaime Rowbotham und Andy Chu richteten das Portfolio der Aktien von Fluggesellschaften und Transportdienstleistern mit Blick auf 2021 komplett neu aus. In der Folge stuften sie die Aktie von Easyjet -2,91% von "Hold" auf "Buy" hoch. Das Kursziel wurde mehr als verdoppelt und liegt nun bei 1150 Pence. Zudem hoben sie ihr Kursziel für IAG von 175 auf 220 Pence an. Sowohl für Easyjet als auch für IAG sei die Corona-Krise sehr hart. Beide Airlines gingen jedoch vor dem Hintergrund begrenzter staatlicher Stützungsmaßnahmen gut damit um. 2021 könnten sie aufholen, da die Nachfrage wieder steige und Liquiditätssorgen nachließen, schrieben die beiden Experten.

Die Kursziele für Wizz Air und Ryanair hoben die Experten ebenfalls an und bekräftigten ihre Kaufurteile. Mehr noch als vor der Pandemie dürften Ryanair und Wizz Air ihrer Einschätzung nach "langfristig gesehen strukturelle Gewinner" im europäischen Luftfahrtsektor sein. Beide könnten mit einem beschleunigten Ausbau ihrer Marktanteile und weiteren Kostensenkungen aus der Krise kommen.

Negativ blieben die Analysten dagegen für die Lufthansa +0,83% und für Air France-KLM gestimmt. Zwar hoben die Deutsche-Bank-Experten ihre Kursziel auch für diese beiden Werte an, beließen die Aktien allerdings auf "Sell". Die stillen Regierungsbeteiligungen seien für die Lufthansa und für Air France-KLM alles andere als eine Idealsituation, bemängelten Rowbotham und Chu. Zudem mangele es an Klarheit, was die unvermeidliche Rekapitalisierung beider Unternehmen angehe. (Mit Material von dpa-AFX)

12-Monats-Chart Lufthansa (in Euro)
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