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Fraport: Vor-Corona-Niveau in weiter Ferne – Aktie fällt

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Sommer ist da. Doch die Erholung der pandemiegeplagten Luftfahrtbranche kommt bisher nur langsam voran. Beim Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport hat das Passagiergeschäft in den vergangenen Wochen zumindest ein Stück weit angezogen. Vom Vorkrisen-Niveau bleibt der Konzern genau wie die Airlines jedoch weit entfernt. 

In der historischen Branchenkrise halten Luftfahrtmanager an einer Überzeugung fest: Die Menschen wollen auch in Zukunft in die Ferne fliegen. "Die Lust auf Reisen ist ungebrochen", zeigte sich Fraport-Chef Stefan Schulte im Mai optimistisch. "Insofern gehen wir davon aus, dass wir im Sommer wieder deutlich steigende Passagierzahlen sehen werden." Doch von niedrigem Niveau sind Steigerungen nicht so schwer. Schon jetzt hat die Branche viele Arbeitsplätze gestrichen – allein bei Fraport in Frankfurt sind rund 4.000 Jobs weggefallen.

Passagierzahlenrekord in weiter Ferne 

Und wenn es schlecht läuft, werden am Frankfurter Flughafen in diesem Jahr ähnlich wenig Passagiere abfliegen und ankommen wie im Corona-Jahr 2020. So rechnet Schulte in Frankfurt mit höchstens 25 Millionen Fluggästen - hält aber auch weniger als 20 Millionen für denkbar. Das wäre nicht weit von den knapp 19 Millionen aus dem Vorjahr entfernt. Der Rekord von über 70 Millionen Passagieren aus dem Jahr 2019 bleibt auf jeden Fall außer Reichweite.

Spürbare Erholung 

Immerhin: Im Mai und Juni zählte Fraport an Deutschlands größtem Flughafen erstmals wieder je über eine Million Fluggäste. Fast 1,8 Millionen waren es im Juni. Das sind zwar fast dreimal so viele wie im Lockdown-Juni 2020, aber nur gut ein Viertel der rund 6,6 Millionen, die Fraport hier zwei Jahre zuvor abfertigte.

Delta-Variante als Hauptgefahr

Zwar ist die wichtige Hauptreisezeit erst angelaufen, und mit der Öffnung vieler Reiseziele für Urlauber kann das Fluggeschäft im Juli, August und September noch deutlich zulegen. Doch die hochinfektiöse Delta-Variante des Virus lässt die Infektionszahlen in wichtigen Urlaubsländern wieder steigen. Gerade hat die Bundesregierung ganz Spanien samt Mallorca und den Kanarischen Inseln wieder zum Risikogebiet erklärt. Die Türkei als weiteres wichtiges Urlaubsland der Deutschen steht schon seit Anfang Juni auf dieser Liste. 

Sollte die Sieben-Tage-Inzidenz auf den Balearen auf über 200 steigen und Deutschland die Inseln dann zum Hochinzidenzgebiet erklären, müssten Rückkehrer, die nicht vollständig geimpft sind, für mindestens fünf Tage in eine Zwangsquarantäne.

Diese Unsicherheiten könnten viele Menschen vom Buchen abhalten. Das Infektionsgeschehen und die Einschätzung der pandemischen Situation in den Reiseländern seien schwerer vorhersehbar geworden, sagte Ingo Burmester, Zentraleuropa-Chef beim Reiseveranstalter DER Touristik, am Mittwoch. "Das erhöht die Verunsicherung beim Gast."

Das macht die Fraport-Aktie 

Am Donnerstagvormittag verlor die Fraport-Aktie -0,65% rund drei Prozent auf 53,76 Euro. Seit Jahresbeginn haben die Fraport-Papiere knapp 17 Prozent zugelegt, gegenüber dem Februar 2020 als die Coronakrise die Aktie erstmals erschütterte jedoch gut 22 Prozent an Wert eingebüßt. 

Sechs-Monats-Chart Fraport (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
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