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Freenet: Dividendenschock lässt Aktie einbrechen

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Freenet streicht wegen befürchteter Refinanzierungsprobleme seine Dividende für 2019. Ein schwerer Schlag für die Aktionäre, gilt Freenet doch eigentlich als klassischer Dividendenwert.

Da die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Finanzmarkt aktuell ungewiss seien, könnten sich für Freenet aus dem kurzfristigen Refinanzierungsbedarf von Schuldscheinen in Höhe von circa 700 Millionen Euro im Oktober 2020 und im März 2021 Herausforderungen ergeben, teilte das Unternehmen am Sonntag mit.

Daher solle der Hauptversammlung – abgesehen von der verpflichtenden Mindestdividende in Höhe von 0,04 Euro je Aktie – die einmalige Einbehaltung der Ausschüttung vorgeschlagen werden. Damit sollen die finanzielle Stabilität und Flexibilität der Gruppe erhalten werden, um auch bei einer Verschärfung der Situation handlungsfähig zu bleiben.

In der Zukunft soll dann wieder zu ursprünglichen Dividendenpolitik zurückgekehrt werden und mindestens 80 Prozent des freien Mittelzuflusses (Free Cashflow) ausgeschüttet werden. An der Jahresprognose von Ende Februar hält Freenet derweil fest.

Die Zahlen des Mobilfunkanbieters für das erste Quartal sind dagegen solide. Der operative Gewinn fiel zwar wegen neuer gesetzlicher Regelungen für internationale Gespräche. Der Umsatz stieg jedoch im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,3 Prozent auf 648,8 Millionen.

Das macht die Aktie von Freenet

Für die Aktionäre ist die Dividendenstreichung ein schwerer Schlag, gilt Freenet -1,04% doch eigentlich als klassischer Dividendenwert. Noch Ende Februar hatte das Unternehmen eine gleichbleibende Ausschüttung von 1,65 Euro je Aktie angekündigt.

Die überraschende Streichung Der mit der Sorge um die Refinanzierungsmöglichkeiten begründete überraschende Dividendenschritt dürfte unpopulär sein, erscheine aber durchaus vernünftig, schrieben die Commerzbank-Analysten in einer ersten Reaktion. Wie stark der Kurs einbrechen wird, werde nun davon abhängen, wie überzeugend der Einschnitt als einmaliges Ereignis verkauft werden könne.

Am Montagmorgen steht für die Freenet-Aktie ein Kursverlust von knapp 12 Prozent auf 15,27 Euro auf dem Kurszettel.

Mit Material von dpaAFX.
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