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Fresenius: Erholung nach dramatischen Kursrutsch

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Viruspandemie schickt Fresenius und seine Dialysetochter FMC auf Talfahrt. Nach einem düsteren Ausblick und einem dramatischen Kursrutsch können sich die Aktien von Mutter und Tochter jedoch wieder etwas stabilisiert.

Nach einem Übergangsjahr 2019, in dem Fresenius Milliarden Euro in den Ausbau seiner Geschäfte investierte, wollte Fresenius-Chef Stephan Sturm 2020 eigentlich wieder richtig durchstarten. Doch seit mehr als einem Jahr hält Corona Fresenius nun auf Trab.

Zunächst erwischte es die Kliniktochter, die im Frühjahr Betten für Covid-19-Patienten freihielt, die dann zu großen Teilen frei blieben. Außerdem fehlten Einnahmen und Patienten, weil Operationen verschoben wurden. Darunter litt auch zeitweise die auf Flüssigmedizin wie klinische Ernährung und Narkosemittel spezialisierte Tochter Kabi.

Im Sommer musste Sturm musste daher seine Jahresziele kürzen – zuletzt wurde für das bereinigte Konzernergebnis nur noch das untere Ende der Spanne von minus vier bis plus ein Prozent prognostiziert. Investoren müssen sich also auf einen Ergebnisrückgang gefasst machen.

FMC mit düsterem Ausblick

Mit dem Dialyseanbieter FMC gerät nun für viele überraschend auch die größte Konzerntochter ins Schlingern. In der Pandemie hatte sich das Unternehmen bislang recht gut geschlagen, weil seine Patienten auf die lebenswichtige Blutwäsche angewiesen sind.

Doch der vor wenigen Tagen präsentierte Ausblick auf 2021 liest sich düster: Weil ausgerechnet viele Dialysepatienten an Covid-19 sterben, rechnet FMC im neuen Jahr "ohne Berücksichtigung etwaiger Restrukturierungsmaßnahmen" mit einem Ergebnisknick um bis zu ein Viertel.

Damit schiebt FMC den Ambitionen von Fresenius-Chef Sturm womöglich einen Riegel vor. Dieser hatte noch im Dezember für dieses Jahr bessere Ergebnisse in Aussicht gestellt.

Das machen die Aktien von Fresenius und FMC

Die Aussagen von FMC sorgten auch an der Börse für Entsetzen. Händler sprachen von einem "schockierenden Ausblick". FMC-Aktien +0,86% brachen binnen eines Tages um fast 15 Prozent ein und erreichten damit den niedrigsten Stand seit März. In diesem Sog rauschten auch die Fresenius-Papiere +0,27% zeitweise um fast neun Prozent bis auf knapp 33 Euro herunter.

Elf Fresenius-Experten haben sich seit dem Ergebnisausblick geäußert, neun davon mit Kaufvotum. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 47,45 Euro – also rund ein Drittel über dem derzeitigen Kursniveau. Einzig Jefferies-Analyst James Vane-Tempest stimmt für den und zweifelt an einer Erholung.

Zu den standhaften Optimisten zählt dagegen Goldman Sachs. Die Analysten ist der Meinung, dass FMC trotz des zu erwartenden Ergebnisrückgangs in diesem Jahr die Probleme mit der Zeit durch ein strenges Kostenmanagement in den Griff bekommen wird.

Inzwischen haben sich die Papiere von Mutter und Tochter zwar etwas stabilisiert, den Einbruch aber längst nicht wettgemacht.

Mit Material von dpaAFX.
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