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Fresenius Medical Care: Besser als erwartet

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Negative Effekte auch im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie haben das Wachstum des Dialyseanbieters Fresenius Medical Care (FMC) im dritten Quartal ausgebremst. Dennoch konnte die Fresenius-Tochter bei nahezu stabilen Umsätzen ihr Ergebnis überraschend stark steigern. Die Analysten sehen zudem weiteres Potenzial. 

Wie das Dax-Unternehmen am Donnerstag in Bad Homburg mitteilte, erwirtschaftete FMC zwischen Juli und September einen Umsatz von 4,41 Milliarden Euro. Dabei belasteten auch negative Währungseffekte, zu stabilen Wechselkursen kam ein Plus von sechs Prozent heraus. Das Konzernergebnis (Ebit) kletterte um sechs Prozent auf 632 Millionen Euro. Analysten hatten hier weniger auf dem Zettel.

"Die weltweite Covid-19-Pandemie hat uns im dritten Quartal vor manche Herausforderung gestellt; und sie wird uns auch in den kommenden Monaten einiges abverlangen", sagte FMC-Chef Rice Powell laut einer Mitteilung. 

Die teils schweren Krankheitsverläufe bei mit Covid-19 infizierten Menschen mit Nierenversagen hätten zu einem Anstieg der Krankenhausaufenthalte und der Sterblichkeitsrate geführt, weshalb im abgelaufenen Quartal eine erhöhte Zahl an Dialysebehandlungen weggefallen sei. Zudem sei das Jahresviertel neben den negativen Währungseffekten auch durch erwartungsgemäß geringere Erstattungsbeiträge für Medikamente zur Senkung des Kaliumspiegels (Kalizimimetika) beeinflusst worden.

Das sagen die Analysten

Nach Einschätzung von Analysten sind die Papiere von Fresenius Medical Care -1,27% derzeit günstig zu haben, sogar zu günstig. Den jüngsten Kursrückgang führt Viktoria Dubajova von der US-Investmentbank Goldman Sachs insbesondere auf die Sorgen der Investoren um das US-Geschäft wegen der Corona-Pandemie zurück. Ausschlaggebend sei hier vor allem die hohe Sterblichkeitsrate schwerkranker Nierenpatienten durch das Virus. Aus ihrer Sicht sollte FMC mit dieser Thematik aber zurechtkommen, und der Gegenwind sei inzwischen über die Gebühr in den Aktien eingepreist, so die Analystin.

Der JP Morgan-Experte Adlington sieht aber Licht am Horizont: Er geht davon aus, dass die Anleger nach den US-Präsidentenwahlen Anfang November den Fokus auf den für 2021 erwarteten Rückenwind durch Zuzahlungen für Dialyse-Behandlungen im Rahmen der US-Krankenversicherung Medicare richten dürften und empfiehlt deshalb die FMC-Aktie weiterhin zum Kauf.

Das macht die Aktie von Fresenius Medical Care

Die Papiere des Dialysespezialisten -1,27% können am Donnerstag zeitweise mehr als zwei Prozent zulegen. Gegenüber dem 52-Wochen-Hoch bei 79,00 Euro notiert die Aktie jedoch rund 14 Prozent tiefer. Seit Jahresanfang legte der DAX-Titel inzwischen rund fünf Prozent zu. 

Zwölf-Monats-Chart Fresenius Medical Care in Euro
Mit Material von dpa-AFX.
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