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Fresenius: Quartalszahlen beflügeln Aktienkurs

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Gesundheitskonzern Fresenius erholt sich weiter von der Corona-Krise, ringt aber noch immer mit deren Belastungen. Im dritten Quartal stieg die Zahl der Behandlungen in den Fresenius-Kliniken, und auch das Geschäft mit Flüssigarzneien zog an. Fresenius hob zudem die Ziele für dieses Jahr leicht an, die Tochter FMC hingegen zeigte sich vorsichtig und will 5.000 Stellen streichen.

Dem Fresenius-Konzern macht die Corona-Pandemie seit längerem zu schaffen. Die Angst vor einer Infektion hielt viele Menschen von einem Krankenhausaufenthalt ab, nicht zwingend medizinische Eingriffe mussten verschoben werden. Damit kamen auch weniger Medikamente der Flüssigarznei-Tochter Kabi zum Einsatz. Und bei der Dialysetochter Fresenius Medical Care (FMC) führte die Pandemie zu einer Übersterblichkeit bei Nierenpatienten – die Zahl der Behandlungen in den Dialysezentren ging zurück. Die beiden DAX-Konzerne stehen an der Börse unter Druck von Investoren, insbesondere da FMC im Frühjahr Anleger mit einer Gewinnwarnung schockierte.

Erholung bei Fresenius 

Im dritten Quartal setzte sich zumindest bei Fresenius der Aufwärtstrend fort. Der Umsatz stieg um fünf Prozent auf gut 9,3 Milliarden Euro und der um Sondereinflüsse bereinigte Gewinn um zwei Prozent auf 435 Millionen Euro. Damit übertraf Fresenius die Markterwartungen.

Gegenwind bei FMC nimmt zu 

Die Pandemie beeinträchtige Fresenius zwar länger und stärker als erwartet, sagte Sturm, der Konzern liege aber auf Kurs. Fresenius Medical Care steht dagegen weiter stark unter Druck. Entgegen der ursprünglichen Hoffnungen des Managements ließ im dritten Quartal die Delta-Variante die Übersterblichkeit unter chronisch Nierenkranken wieder steigen, Tausende Dialysepatienten starben. Auch sind die Kosten für Sicherheitsmaßnahmen für Patienten und Beschäftigte hoch. Während der Umsatz bei FMC im vergangenen Quartal um ein Prozent auf 4,4 Milliarden Euro stieg, brach das Konzernergebnis um 22 Prozent ein.

Die Fresenius-Tochter rechnet inzwischen nur noch damit, jeweils den unteren Rand der Jahresprognosen zu erreichen. Diese sehen für das bereinigte Ergebnis ohne Berücksichtigung von Wechselkurseffekten einen Rückgang im hohen Zehner- bis mittleren Zwanziger-Prozentbereich vor. Für den Umsatz wird ein Plus im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich erwartet.

Das machen die Aktien von FMC und Fresenius

Am Dienstag ging es für beide DAX-Aktien als Favoriten im Index deutlich nach oben. Fresenius-Papiere -1,42% verteuerten sich gegen Mittag um rund fünf Prozent. FMC-Anteile -1,76% standen nach der Veröffentlichung der Pläne zur Kostensenkung zuletzt um mehr als drei Prozent höher. Der Dialysekonzern bleibt an der Börse gleichwohl angeschlagen. Seit Jahresbeginn hat der Kurs rund zehn Prozent eingebüßt.

Sechs-Monats-Chart Fresenius (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
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