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Fresenius und FMC: Zurecht am DAX-Ende

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Während sich der Klinik- und Medizinkonzern Fresenius weiter von der Corona-Krise erholt, sorgt die Pandemie bei der Dialyse-Tochter FMC für anhaltend schwache Ergebnisse. Die Aktionäre der beiden DAX-Konzerne kann diese Kombination nicht begeistern.

Im zweiten Quartal konnte Fresenius den Umsatz um vier Prozent auf rund 9,2 Milliarden Euro steigern. Dabei profitierte der Konzern von deutlichen Zuwächsen im Krankenhausgeschäft. In den rund 90 Kliniken von Fresenius Helios in Deutschland zogen Behandlungen wieder an, die wegen der Pandemie verschoben worden waren.

Konzernweit ging das bereinigte Ebit um acht Prozent auf 1,03 Milliarden Euro zurück, maßgeblich waren hier die Einbußen der Tochter FMC. Unter dem Strich verdiente Fresenius jedoch mehr: Das bereinigte Konzernergebnis stieg unter anderem wegen eines besseren Zinsergebnisses um 16 Prozent auf 474 Millionen Euro.

Prognose erhöht, doch Management bleibt vorsichtig

Die Hessen peilen beim bereinigten Konzernergebnis 2021 nun einen Zuwachs im niedrigen einstelligen Prozentbereich an. Zuvor wollte der DAX-Konzern das Ergebnis noch "mindestens in etwa stabil" halten. Die Umsatzprognose, laut der ein Anstieg im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich erwartet wird, bleibt unangetastet.

Die Geschäftsführung warnte aber vor Virusmutationen und wieder steigenden Corona-Zahlen. Die ursprüngliche Annahme des Unternehmens, dass die Rahmenbedingungen sich in der aktuellen Jahreshälfte verbessern dürften, sei zunehmend in Gefahr.

Probleme bei FMC

Der Dialyseanbieter FMC litt indes weiter unter der Virus-Krise. Wenngleich die Covid-19-bedingte Übersterblichkeit von Dialysepatienten zuletzt etwas zurückging, beeinträchtigte die Pandemie weiterhin die Anzahl der Behandlungen im Dialysegeschäft und die Entwicklung in nachgelagerten Geschäftsbereichen.

Der Erlös sank im Vorjahresvergleich um fünf Prozent auf 4,3 Milliarden Euro, das operative Ergebnis brach um 35 Prozent auf 424 Millionen Euro ein. Unter dem Strich sackte der Gewinn um 38 Prozent auf 219 Millionen Euro. Allerdings hatte FMC im Vorjahresquartal unter anderem noch stark von staatlichen Corona-Hilfsgeldern in den USA profitiert. Auch lasten die in der Pandemie angezogenen Kosten etwa für Schutzausrüstung und Mehrvergütungen für Mitarbeiter auf dem Unternehmen.

Das machen die Aktien von Fresenius und FMC

Am Markt kamen die Zwischenbilanzen nicht gut an. Analysten bescheinigten Fresenius zwar solide Quartalszahlen, doch die schwachen Kennziffern der Dialysetochter rissen auch die Aktie der Mutter mit nach unten: Fresenius-Anteile +0,66% verloren bis zu fünf Prozent, für FMC-Papiere -0,42% ging es in der Spitze knapp sieben Prozent abwärts.

Mit Material von dpaAFX.
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