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Gazprom: Bundesregierung schweigt zu Nord Stream 2

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Für Gazprom ist die Erdgas-Pipeline ein operativ entscheidendes Projekt – aber leider auch ein Politikum. Bisher war die Bundesregierung dafür den Bau auch gegen den Willen der USA durchzuziehen. Ein Standpunkt, der nun ins Wanken gerät.

Denn die Bundesregierung lässt nach der Vergiftung des russischen Regierungskritikers Alexej Nawalny offen, wie sie weiter mit der Ostseepipeline umgehen will. Regierungssprecher Steffen Seibert wollte am Freitag eine frühere Aussage von Kanzlerin Angela Merkel, der Fall Nawalny und die Zukunft von Nord Stream 2 müsse entkoppelt gesehen werden, ausdrücklich nicht wiederholen.

Merkel hatte in der vergangenen Woche deutlich gemacht, dass sie den Fall Nawalny nicht mit Nord Stream 2 verknüpfen will. "Ich denke, dass wir das davon entkoppelt sehen sollten", hatte sie gesagt. Nord Stream 2 sei im Kern ein Projekt der Wirtschaft, habe aber politische Implikationen. Die Pipeline Nord Stream 2 wird durch die Ostsee gebaut und soll Erdgas von Russland nach Deutschland transportieren.

Die Aussage Merkels fiel, bevor sie am Mittwoch gesagt hatte, ein Speziallabor der Bundeswehr habe einen klaren Befund geliefert: "Alexej Nawalny wurde Opfer eines Angriffs mit einem chemischen Nervenkampfstoff der Nowitschok-Gruppe."

Es stellten sich nun sehr schwerwiegende Fragen, die nur die russische Regierung beantworten könne und beantworten müsse, sagte Merkel. Gemeinsam mit den Partnern in der Nato und in der EU werde man nun beraten und "im Lichte der russischen Einlassungen über eine angemessene, gemeinsame Reaktion entscheiden", hatte die Kanzlerin gesagt.

Das macht die Aktie von Gazprom

Nord Stream 2 bleibt ein Politikum, an dem sich in Teilen auch die mittelfristige Kursentwicklung der Gazprom-Aktie -0,14% aufhängt. Der deutliche Kursverfall rund um den versuchten Nawalny-Giftmord zeigt wie empfindlich Gazprom-Anleger auf politische Ereignisse reagieren. Zwar sehen die Analysten die Probleme beim russischen Gasriesen nur als mittelfristiges Hindernis – doch aktuell bleibt die Aktie im Abwärtstrend gefangen.

Mit Material von dpaAFX.
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