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Gazprom: Nord-Stream-Zukunft bleibt offen

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Nach der Vergiftung des russischen Regierungskritikers Alexej Nawalny lässt die Bundesregierung die Zukunft des Gasprojekts Nord Stream 2 weiter offen und erhöht den Druck auf Russland. Das erhöht auch den Druck auf die Gazprom-Aktie.

Noch sei es zwar zu früh, zu entscheiden, ob der Fall Konsequenzen für den Bau der Ostseepipeline haben werde, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag. Kanzlerin Angela Merkel halte es aber auch für falsch, etwas auszuschließen. Sie schließe sich vielmehr den warnenden Worten von Außenminister Heiko Maas vom Wochenende an.

Maas hatte in einem Interview gesagt: "Ich hoffe nicht, dass die Russen uns zwingen, unsere Haltung zu Nord Stream 2 zu ändern." Er halte es für falsch, Auswirkungen auf die Pipeline von vornherein auszuschließen.

Auch Gesundheitsminister Jens Spahn verknüpfte die Zukunft der Ostseepipeline mit dem Fall Nawalny. Aus seiner Sicht habe Maas das richtig ausgedrückt: "Es hat Russland vor allem in der Hand, ob und wie es mit Nord Stream 2 weitergehen kann", sagte Spahn.

Die Pipeline Nord Stream 2 wird durch die Ostsee gebaut, ist fast fertig und soll Erdgas von Russland nach Deutschland transportieren. Diskutiert wird, ob man das Projekt als Reaktion auf die Vergiftung Nawalnys stoppen oder aussetzen sollte. Damit könnte auch wirtschaftlich der Druck auf Moskau erhöht werden, den Fall aufzuklären.

Der Kreml rechnet derzeit nicht mit einem Baustopp für die Ostsee-Gasleitung. Auf die Frage, ob er Risiken sehe, antwortete Kremlsprecher Dmitri Peskow in Moskau: "Nein." Moskau hatte in der Vergangenheit stets betont, dass die Gasfernleitung von Russland nach Deutschland ein wirtschaftliches Projekt sei und kein politisches. Die Arbeiten an der Pipeline waren zuletzt auf den letzten Metern wegen US-Sanktionen eingestellt worden.

Das macht die Aktie von Gazprom

Die Gazprom-Aktie -0,14% leidet unter der politischen Auseinandersetzung sowie unter den zuletzt wieder gesunkenen Ölpreisen, da viele Preise in Lieferverträgen sind auch an den Ölpreis gekoppelt. Außerdem fördert die Tochter Gazprom Neft Öl. Im September hat die Gazrom-Aktie bereits über 4 Prozent verloren.

Mit Material von dpaAFX.
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