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Gazprom und der versuchte Giftmord

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Erdgas-Pipeline Nord Stream 2 bleibt ein Politikum. Der versuchte Giftmord am russischen Oppositionellen Alexej Nawalny und die Forderung nun die Zusammenarbeit vorerst auf Eis zu legen, setzen der Gazprom-Aktie zu.

Die Bundesregierung sieht es als "zweifelsfrei" erwiesen an, dass Nawalny mit dem chemischen Nervenkampfstoff Nowitschok vergiftet wurde. Es stellten sich jetzt "sehr schwerwiegende Fragen", die nur die russische Regierung beantworten könne und müsse, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel. Gemeinsam mit der Nato und der EU werde man nun beraten und "über eine angemessene, gemeinsame Reaktion entscheiden", sagte die Kanzlerin.

Der CDU-Außenexperte Röttgen forderte mit Blick auf mögliche Reaktionen: "Da muss alles auf den Prüfstand." Wenn es jetzt zur Vollendung des Gasprojektes Nord Stream 2 käme, dann wäre das die maximale Bestätigung und Ermunterung für Wladimir Putin, mit genau dieser Politik fortzufahren. Die Grünen forderten bereits einen Abbruch des deutsch-russischen Pipeline-Projekts. Merkel hatte noch am Dienstag gesagt, dass sie das Projekt vollenden möchte.

Gegen einen vorschnellen Baustopp der deutsch-russischen Erdgas-Leitung Nord Stream 2 stellt sich der FDP-Vizevorsitzende Wolfgang Kubicki vor einem gewarnt. "Ich bin skeptisch, dass wir in der jetzigen Phase unserer Erkenntnisse ein Projekt dieser Größenordnung in Frage stellen sollten", sagte Kubicki.

Für Gazprom ist Nord Stream 2 jedoch nicht die einzige operative Baustelle des Unternehmens. Auch das Flüssiggasprojekt vom weltweit größten Gasproduzenten in der Nähe des Ostseehafens Ust-Luga ist für den Konzern relevant. Dafür wurde bereits eine Kreditlinie von der staatlichen Entwicklungsbank VEB in Höhe von 55 Milliarden Russischen Rubel (741 Millionen Dollar) bereitgestellt.

Das macht die Aktie von Gazprom

Nord Stream 2 bleibt ein Politikum, an dem sich in Teilen auch die mittelfristige Kursentwicklung der Gazprom-Aktie -0,14% aufhängt. Der deutliche Kursverfall rund um den versuchten Nawalny-Gifmord zeigt wie empfindlich Gazprom-Anleger auf politische Ereignisse reagieren. Zwar sehen die Analysten die Probleme beim russischen Gasriesen nur als mittelfristiges Hindernis – doch aktuell bleibt die Aktie im Abwärtstrend gefangen. Seit Jahresbeginn belaufen sich die Kursverluste auf Eurobasis auf 47 Prozent.

Mit Material von dpaAFX.
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