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Geldwäsche-Geschäfte auch bei der Deutschen Bank

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Ein Datenleck des US-Finanzministerium zeigt: Banken geben sich wenig Mühe bei der Geldwäsche-Bekämpfung. Zudem gibt es auch Fälle bei der Deutschen Bank. Das bringt auch die Bafin wieder in Kritik.

Im Kampf gegen internationale Geldwäsche gibt es nach Recherchen des internationalen Journalisten-Netzwerks ICIJ nach wie vor erhebliche Defizite.

Demnach offenbaren die am Sonntagabend bekannt gemachten Informationen aus einem Datenleck des US-Finanzministeriums, dass Banken aus aller Welt über Jahre hinweg Geschäfte mit hochriskanten Kunden abgewickelt und trotz strenger Regularien mutmaßliche Kriminelle als Kunden akzeptiert und für diese Überweisungen in Milliardenhöhe ausgeführt hätten.

Bafin versagt zu oft

Das Netzwerk Steuergerechtigkeit, das seit Jahren Missstände im Kampf gegen internationale Geldwäsche aufzeigt, zeigte sich wenig überrascht über die Defizite. Das Datenleck gebe aber "einen erschütternden Einblick in die zentrale Rolle des US-Finanzsystems als Maschinenraum globaler Geldwäsche", sagte Markus Meinzer von dem Netzwerk.

Aber auch in Deutschland liege noch Vieles im Argen. "Nach den Cum-Ex- und Wirecard-Skandalen muss allen klargeworden sein: die deutsche Finanzaufsicht Bafin versagt zu oft und muss grundlegend neu gedacht und neu aufgebaut werden", forderte Meinzer. "Wenn das organisierte Verbrechen die Wirtschaft unterwandert und Kleptokraten ihre Staaten mithilfe westlicher Banken plündern, sind Freiheit und Demokratie überall bedroht."

Deutsche Bank: Vorgänge seien bekannt

Bei Deutschlands größtem Geldhaus hieß es am Sonntag auf Anfrage, das ICIJ habe über eine Reihe historischer Themen berichtet. Soweit sie die Deutsche Bank beträfen, seien diese den Aufsichtsbehörden bekannt. Die Themen seien untersucht, es habe Einigungen mit Behörden gegeben.

"Wo nötig und angemessen, haben wir Konsequenzen gezogen. Die Bank hat massiv in die Verbesserung der Kontrollen investiert, und wir konzentrieren uns mit Nachdruck darauf, unseren Verantwortlichkeiten und Verpflichtungen nachzukommen", sagte ein Sprecher.

Das macht die Aktie der Deutschen Bank

Obwohl der Sprecher versuchte zu beschwichtigen, beunruhigen Anleger, dass die Deutsche Bank erneut mit dem Thema Geldwäsche in Verbindung gebracht wird. Die Aktie der Deutschen Bank -1,91% fällt am Montag mit einem Minus von über 6 Prozent ans DAX-Ende.

Mit Material von dpaAFX.
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