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Gerresheimer: Ein Grund zur Freude

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Eine hohe Nachfrage der Pharmaindustrie nach Glasampullen und Spritzen hat den Spezialverpackungshersteller Gerresheimer Ende 2020 Rückenwind verliehen. "Im vierten Quartal konnte Gerresheimer erste bedeutsame Umsatzerlöse aus der Herstellung und Lieferung von Injektionsfläschchen für Covid-19-Impfstoffe verbuchen", hieß es in der am Donnerstag veröffentlichten Mitteilung zum Jahresergebnis.

Gerresheimer gehört mit Schott aus Mainz und Stevanato aus Italien zu den weltweit größten Herstellern von Fläschchen, die für Vakzine genutzt werden. Bis Ende 2022 wollen die Düsseldorfer rund eine Milliarde solcher Behältnisse für Coronaimpfungen an die verschiedenen Hersteller liefern - ein Fläschchen beinhaltet bis zu zehn Dosen. Insgesamt rechnet Gerresheimer damit, mehr als ein Drittel des weltweiten Bedarfs an Vakzinfläschchen abzudecken.

Für die Corona-Behältnisse rechnet Gerresheimer mit Verkaufserlösen von etwa 40 Millionen Euro, vier Millionen davon kamen schon 2020 in die Firmenkasse. Den großen Reibach macht der Konzern damit aber nicht, schließlich kostete der Ausbau der Fertigungsstätten laut Unternehmensangaben 30 Millionen Euro. 

Konzernchef Dietmar Siemssen wies darauf hin, dass das Thema Corona angesichts von Mehrfachimpfungen und Mutationen "hochdynamisch" sei. "Wenn wir feststellen, dass das eine [...] regelmäßige Impfung wird und der Bedarf langfristiger wird, dann werden wir gegebenenfalls noch weiter investieren."

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2020 (bis Ende November) schaffte der Konzern dank eines kräftigen Erlöswachstums im Schlussquartal doch noch ein kleines Umsatzplus auf 1,4 Milliarden Euro. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sondereffekten blieben für den Konzern 2020 vom Umsatz 21,9 Prozent hängen, absolut also rund 310 Millionen Euro. Unter dem Strich entfällt auf die Aktionäre von Gerresheimer ein Gewinn von 89,9 Millionen Euro, ein Plus von fast neun Prozent. Diese können sich auf eine Dividendenerhöhung um fünf Cent auf 1,25 Euro je Anteilsschein freuen.

Aktie unter Druck 

Trotz der erfüllten Markterwartungen geriet die Gerresheimer-Aktie +1,95% ein wenig unter Druck und fielen um ein Prozent auf 93,15 Euro. Damit pendeln die Papiere nach wie vor in Ihrer Seitwärtsspane zwischen 85 und 95 Euro.

Sechs-Monats-Chart Gerresheimer (in Euro)
Mit Material von dpaAFX.
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