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Gilead-Hoffnung Remdesivir in EU zugelassen

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Nach der Festsetzung eines Preises und einer Großbestellung der US-Regierung ist nun auch in der EU der Wirkstoff Remdesivir zugelassen. Die Corona-Hoffnung dürfte dem Hersteller Gilead Sciences Milliarden einbringen.

"Die heutige Zulassung eines ersten Medikaments zur Behandlung von Covid-19 ist ein wichtiger Fortschritt im Kampf gegen das Virus", erklärte Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides. Die Zulassung sei im Schnellverfahren weniger als einen Monat nach dem Antrag ergangen.

Remdesivir gilt als eine von wenigen wirksamen Arzneien bei schweren Fällen der vom Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit. Es kann Studien zufolge den Krankenhausaufenthalt verkürzen. Ärzte sehen Remdesivir daher nicht als Allheilmittel, wohl aber als Lichtblick für Corona-Patienten.

Die USA hatten bereits Anfang Mai eine Ausnahmegenehmigung für den begrenzten Einsatz des Wirkstoffes in Krankenhäusern erteilt. Auch in Deutschland war das Mittel bislang schon innerhalb eines Arzneimittel-Härtefallprogrammes zugänglich und wurde in klinischen Studien getestet.

Die US-Regierung hatte diese Woche eine Vereinbarung mit dem US-Hersteller Gilead Sciences +1,22% bekannt gemacht, wonach sie praktisch die gesamte Produktionsmenge des Mittels für die nächsten Monate aufgekauft hat. Allerdings hat zum Beispiel Deutschland bereits Vorräte angelegt.

Eine mögliche Lösung für Engpässe wäre, dass Gilead seine Kenntnisse mit anderen Herstellern teile und diese gegen Lizenzgebühren produzieren lasse. Auch damit könne Gilead sehr viel Geld verdienen.

Das macht die Aktie von Gilead

Erst kürzlich hatte Gilead einen Preis für Remdesivir festgesetzt. Analysten haben daraufhin ihre Schätzungen angepasst und erwarten nun einen Umsatz von bis zu 2,3 Milliarden Dollar pro Jahr.

Da jedoch unbekannt ist, wie viele Patienten im zweiten Halbjahr tatsächlich behandelt werden, dürfte Gilead selbst die Remdesivir-Umsätze eher konservativ schätzen. Hier könnte sich Rückschlagspotenzial für die Aktie verbergen. Aktuell geht es für die Aktie des US-Biotechkonzerns jedoch wieder nach oben.

Mit Material von dpaAFX.
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