DAX ®12.674,88+0,66%TecDAX ®3.057,16+1,97%Dow Jones27.433,48+0,17%NASDAQ 10011.139,39-1,13%
finanztreff.de

Glyphosat, Dicamba & Co – Bayer räumt endgültig auf

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Bayer räumt auf und legt Milliarden für die Einigung der US-Klagen auf den Tisch. Der DAX-Konzern will endlich wieder nach vorne blicken und sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren. Anleger reagieren erleichtert und schicken die Bayer-Aktie nach oben.

Bayer ist nach eigenen Angaben bereit, insgesamt 10,1 Milliarden bis 10,9 Milliarden US-Dollar für eine Glyphosat-Einigung mit zahlreichen US-Klägern zu zahlen. Damit sollen etwa 75 Prozent der aktuellen Roundup-Verfahren abgeschlossen werden – mit insgesamt etwa 125.000 eingereichten und nicht eingereichten Klagen. Auch die restlichen Verfahren sollten innerhalb der kommenden Monate zum Abschluss kommen.

In der Summe enthalten ist eine Pauschale, mit der Ansprüche abgedeckt werden sollen, die noch nicht beigelegt sind sowie 1,25 Milliarden Dollar, um eine separate Vereinbarung für potenzielle künftige Klagen zu ermöglichen.

Der Schritt sei kein Schuldeingeständnis, sondern die vernünftigste Lösung für das Unternehmen, sagte Konzernchef Werner Baumann in einer Telefonkonferenz am Mittwochabend. Man wolle nach vorne blicken und sich auf das Kerngeschäft konzentrieren. Auf angebotene Produkte oder den künftigen Einsatz von Glyphosat solle die Einigung keinen direkten Einfluss haben, hieß es.

Auch bei Dicamba und PCB Einigung angestrebt

Der Konzern erzielte im Zuge des Kompromisses auch Einigungen bei weiteren US-Klagen, die etwa den umstrittenen Unkrautvernichter Dicamba betreffen. Um Verfahren wegen Verwehungen dieses Herbizids und dadurch angeblich verursachte Ernteschäden loszuwerden, wird Bayer nach eigenen Angaben bis zu 400 Millionen Dollar zahlen. Die bei einem Gericht in Missouri gebündelten Klagen betreffen demnach die Erntejahre 2015 bis 2020.

Weitere etwa 820 Millionen Dollar will Bayer in die Hand nehmen, um den wesentlichen Teil der US-Verfahren wegen des Umweltgifts PCB beizulegen. Hierbei geht es um mit Chemikalien verseuchte Gewässer. Kläger hatten dem inzwischen zu Bayer gehörenden US-Unternehmen Monsanto vorgeworfen, verheerende Folgen toxischer Schadstoffe für Natur und Lebewesen verschwiegen zu haben.

Das macht die Aktie von Bayer

Finanziell ist der Konzern gut gerüstet: Allein der Verkauf der Tiermedizin soll Bayer 7,6 Milliarden Dollar einbringen – den Großteil davon in bar, einen kleineren Teil in Aktien des Käufers Elanco. Mit den Zahlungen will Bayer noch in diesem Jahr beginnen.

Bei Anlegern sorgte die Einigung daher für Erleichterung: Bayer-Aktien +0,50% legten vorbörslich rund 6,1 Prozent auf 74,27 Euro zu und stehen damit auf einem neuen Nach-Corona-Hoch.

Mit Material von dpaAFX.
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

News-Suche

Suchbegriff:

Aktuelle Videos

HSBC Trading TV

Werbung

Trading-Tipp

Börsen & Märkte

US-Marktüberblick

zur Mediathek
Werbung

Werbung
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook oder Twitter
Wenn Sie auf die Teilen-Buttons klicken und sich bei den Betreibern einloggen, werden Daten an den jeweiligen Betreiber übermittelt. Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.
Aktuelle Umfrageschliessen
Wie, glauben Sie, wird der DAX am Ende dieser Woche - KW 33 - stehen?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen