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Gold auf Allzeithoch

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

In der Nacht auf Montag war es soweit: Der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) Gold stieg bis auf 1.944,71 Dollar und übertraf damit das bisherige Rekordhoch von rund 1.921 Dollar vom September 2011 deutlich.

Damit zog der Goldpreis +0,42% in diesem Jahr bereits um etwas mehr als ein Viertel an, wobei der Kurs vor allem seit Mitte Juni stark zulegte. Zu Beginn des Corona-Crashs an den Finanzmärkten hatte Gold sogar an Wert verloren, obwohl das Edelmetall als Krisenwährung gilt. Mitte März kostete eine Feinunze zeitweise weniger als 1.500 Dollar.

Gold ist zurzeit aufgrund mehrerer Entwicklungen unter Anlegern sehr beliebt. Ein Hauptgrund ist die Corona-Pandemie mit ihren drastischen wirtschaftlichen Folgen. Dazu gehören die hohe Unsicherheit über den Fortgang der Krise, die stark steigende Verschuldung von Staaten und Unternehmen sowie die anhaltend niedrigen Zinsen auf der Welt. Gold gilt als Krisen- und Inflationsschutz.


"Zweifellos ist die globale Nachfrage der ETF-Investoren derzeit die große Kraft, die die Preise nach oben treibt", kommentierte Hans-Günther Ritter, Leiter des Edelmetallhandels beim Technologiekonzern Heraeus. Außerdem seien derzeit auch Barren und Münzen mit einem Gewicht zwischen 20 Gramm und einer Feinunze bei privaten Käufern besonders gefragt.

Als der wichtigste Preistreiber beim Gold gilt die hohe Unsicherheit über den Fortgang der Corona-Krise. Zuletzt hatte vor allem eine hohe Zahl von Neuinfektionen in den USA die Sorge vor einem konjunkturellen Rückschlag in der größten Volkswirtschaft der Welt die Nachfrage nach Gold gestützt.

Außerdem haben enorme Hilfspakete von führenden Notenbanken und von großen Industriestaaten zur Ankurbelung der Wirtschaft die Sorge vor einem künftigen Anstieg der Inflation verstärkt. Gold wird von vielen Anlegern gilt als Krisen- und Inflationsschutz geschätzt.

Darüber hinaus sorgt auch die jüngste Kursentwicklung am Devisenmarkt für eine stärkere Nachfrage nach Gold. Wegen der Sorge um die weitere Entwicklung der US-Wirtschaft ist die amerikanische Währung zuletzt spürbar unter Druck geraten, der Euro steigt gleichzeitig. Am Montag-Morgen kostet ein Euro 1,1711 Dollar. Weil Gold auf dem Weltmarkt in US-Dollar gehandelt wird, macht ein Kursrückgang der amerikanischen Währung das Edelmetall außerhalb des Dollar-Raums günstiger und stärkst so die Nachfrage. (Mit Material von dpa-AFX)

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