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Gold: Aufschwung beim Goldpreis vorbei?

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Am Gold-Markt hat der Rücksetzer vom Rekordhoch Fahrt aufgenommen. Am Mittwoch fiel der Preis für eine Feinunze (rund 31,1 Gramm) des Edelmetalls an der Börse in London zeitweilig unter die Marke von 1.900 US-Dollar und erreichte am Morgen ein Tief bei 1.863 Dollar. Vor dem Wochenende hatte Gold bei 2.075 Dollar ein neues Allzeithoch markiert.

Im Vormittagshandel konnte sich der Goldpreis nun wieder ein Stück weit erholen auf zuletzt 1.947 Dollar (siehe auch Chart).

Marktbeobachter erklärten den deutlichen Preisrückgang unter anderem mit einem gestiegenen Risikoappetit der Investoren, der auf dem als sicherer Hafen geltenden Gold lastet. So nährten Spekulationen über ein neues Hilfspaket für die von der Corona-Krise gebeutelte US-Wirtschaft den Konjunkturoptimismus.

Und auch die erste Zulassung eines Corona-Impfstoffs in Russland verbreitete laut einem Händler Zuversicht, wenngleich viele Gesundheitsexperten den Schritt als zu früh und riskant kritisierten.

Gleichzeit legten jüngst auch die Renditen für US-Staatsanleihen zu. In der zehnjährigen Laufzeit stieg die Rendite von etwa 0,50 Prozent in der Vorwoche auf zuletzt 0,67 Prozent. Steigende Renditen für die als sicher geltenden US-Anleihen aber machen zinslose Anlagen in Gold unattraktiver.

12-Monats-Chart Goldpreis (Feinunze in US-Dollar)


Seit dem Rekordhoch bei 2.075 Dollar in der Nacht zum vergangenen Freitag ist der Goldpreis nun in der Spitze um etwa zehn Prozent gefallen. Experten hatten zuvor von einem "überkauften Markt" gesprochen und vor einer Korrektur gewarnt. Ein solcher Rücksetzer nach steilen Anstiegen ist denn auch nicht ungewöhnlich, da manch ein Anleger lieber erst einmal Kasse macht, also aufgelaufene Kursgewinne sichert.

Auch in Euro gerechnet fiel der Goldpreis deutlich zurück auf etwa 1.630 Euro je Feinunze. Am Vormittag beträgt der Preis 1.656 Euro. Damit liegt auch der Europreis deutlich unter dem Rekordhoch von 1.749 Euro, das ebenfalls in der vergangenen Woche erreicht worden war.

Auf lange Sicht bleiben Rohstoff-Analysten aber weiter positiv für die weitere Entwicklung des Goldpreises gestimmt. Vor allem die drastischen Maßnahmen großer Industriestaaten und führender Notenbanken im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise dürften die Nachfrage nach Gold weiter stützen. Das Edelmetall wird von vielen Anlegern auch als Inflationsschutz geschätzt. (Mit Material von dpa-AFX)

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