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Gold: Plötzlicher Anstieg nach US-Inflationsdaten

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen
Das wertbeständige Edelmetall Gold galt jahrelang als eine Art Inflationsschutz. Doch der Anstieg der Preise in den vergangenen Monaten blieb beim Goldpreis praktisch unbemerkt. Am Mittwoch nun gibt es einen plötzlichen, rabiaten Kurssprung. Die jüngsten US-Verbraucherpreis-Daten sind offenbar der Auslöser.

Der Goldpreis ist am Mittwoch-Nachmittag stark gestiegen. Am Nachmittag sprang die Notierung für eine Feinunze (31,1 Gramm) an der Börse in London in kurzer Zeit um etwa zwei Prozent nach oben auf 1.796 US-Dollar. Der Preis für das Edelmetall erreichte damit den höchsten Stand seit Mitte September.

Am Markt wurde der steigende Goldpreis unter anderem mit fallenden Renditen für Staatsanleihen begründet. Die geringere Rendite macht das Edelmetall im Vergleich zu als sicher empfundenen Staatspapieren attraktiver für Anleger. Vor allen die Renditen die US-Staatsanleihen sind am Nachmittag deutlich gesunken, nachdem sie zunächst nach einer überraschend hohen Inflation in den Vereinigten Staaten gestiegen waren.

Sechs-Monats-Chart Gold (Feinunze in US-Dollar)

Im Handel mit Gold ist außerdem die Entwicklung der Verbraucherpreise wieder stärker in den Fokus gerückt. Rohstoffexperte Daniel Briesemann von der Commerzbank verwies auf jüngste Aussagen des Internationalen Währungsfonds (IWF). Der warnte am Vortag vor Lohn-Preis-Spiralen in den Industriestaaten und forderte die Zentralbanken auf, die Inflationsentwicklung "sehr sehr wachsam" zu verfolgen. Unter Anlegern gilt Gold auch als Absicherung vor einer hohen Inflation.

Auffällig ist die zeitliche Nähe zur Veröffentlichung der September-Daten zur US-Inflation. In den USA hat sich der Anstieg der Verbraucherpreise im September weiter verstärkt. Die Jahresinflationsrate legte von 5,3 Prozent im Vormonat auf 5,4 Prozent zu, wie das Arbeitsministerium mitteilte.

Direkt nach den Daten sackte der Goldpreis zunächst auf knapp 1.760 Dollar ab, um wenige Minuten später kräftig anzuziehen (siehe Intraday-Chart). Haben da Notenbanken gekauft?  (Mit Material von dpa-AFX)

Intraday-Chart Gold (in US-Dollar, 13.10.21)
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