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Grenke: Mängel bei Prüfung entdeckt

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Leasingspezialist Grenke ist nach heftiger Kritik an Geschäftspraktiken und Bilanzierung seitens von Shortsellern bei einer Prüfung auf Mängel im eigenen Haus gestoßen. Die Aktie bricht daraufhin dramatisch ein.

"Im Rahmen der laufenden Prüfungen ist es zu kritischen vorläufigen Bewertungen bisheriger interner Prozesse in der Complianceorganisation und der internen Revision gekommen", teilte das Unternehmen überraschend am Montag mit. Konzernvorstand Mark Kindermann verlässt mit sofortiger Wirkung das Management.

Welche kritischen Punkte bei der Prüfung konkret entdeckt wurden, ließ der Grenke-Konzern offen. Kindermann habe den Aufsichtsrat darauf hingewiesen, dass die vorläufigen Bewertungen der internen Prozesse nach Abschluss der Prüfungen zu revidieren sein würden.

"Um eine Auseinandersetzung über die Berechtigung und die Wesentlichkeit dieser Kritikpunkte vor Abschluss der Prüfungen zu vermeiden und um potentiellen Schaden daraus von der Gesellschaft fernzuhalten, hat Herr Kindermann seine Mandate heute niedergelegt", hieß es vom Unternehmen.

Grenke war im vergangenen Jahr mit seinem Geschäftsmodell und der Behandlung von Franchise-Gesellschaften ins Kreuzfeuer von Leerverkäufern am Aktienmarkt gekommen. Diese warfen dem Unternehmen Manipulation vor.

Grenke wies die Vorwürfe damals zurück und gab selbst eine Untersuchung in Auftrag. Mitte Dezember sah sich das Unternehmen von Untersuchungsergebnissen der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Warth & Klein Grant Thornton (WKGT) in wesentlichen Punkten entlastet.

Das macht die Aktie von Grenke

Der Kurs der Grenke-Aktie -1,87% stürzte nach den Nachrichten um bis zu 37 Prozent in den Keller. Zuletzt lag der Kurs am Nachmittag noch mit 30 Prozent im Minus bei 26,98 Euro und war damit mit großem Abstand Schlusslicht im Nebenwerte-Index SDax -1,43%.

Schon im Jahr 2020 hatte die Grenke-Aktie infolge der Corona-Pandemie und heftiger Manipulationsvorwürfe eines Leerverkäufers gegen den Konzern fast 60 Prozent verloren. Inzwischen wird das Papier sogar rund 70 Prozent billiger gehandelt als vor einem Jahr.

Mit Material von dpaAFX.
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