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Grenke: Wann kommt der Befreiungsschlag?

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Bei den wegen Kritik an der Bilanzierung arg gebeutelten Aktien von Grenke lässt ein Befreiungsschlag weiter auf sich warten. Noch liegen keine Ergebnise der Bilanzprüfung vor – und nun fällt auch noch das Neugeschäft klar schwächer aus.

Wegen der Corona-Pandemie hat Grenke Anfang 2021 einen deutlichen Rückgang im Neugeschäft verbucht. Im ersten Quartal sank das Leasing-Neugeschäft im Jahresvergleich um gut 46 Prozent auf rund 366 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

Die Marge gemessen am Deckungsbeitrag stieg hingegen um 1,3 Prozentpunkte auf 19,5 Prozent. Dies sei auf den Fokus auf das profitable Small-Geschäft mit kleineren Leasingverträgen zurückzuführen.

Aktueller Stand nach der Short-Attacke

Zudem müssen die Anleger weiter auf Ergebnisse der Untersuchungen bezüglich der Kritik an der Bilanzierung warten. Grenke rechnet zwar bald mit Neuigkeiten, aktuell laufen die Prüfungen durch die von der Bafin mandatierte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Mazars sowie die parallele Jahresabschlussprüfung durch KPMG aber noch. Grenke erwarte den Abschluss sowie das Testat des Konzernjahresabschlusses in den kommenden Wochen.

Der Konzern war im vergangenen Jahr mit seinem Geschäftsmodell und der Behandlung von Franchise-Gesellschaften ins Kreuzfeuer von Leerverkäufern am Aktienmarkt gekommen. Grenke versucht seither die Vorwürfe zu entkräften.

Grenke gab eigene Untersuchungen in Auftrag, schaffte mit einem Managementumbau vertrauen und sah sich zuletzt zudem von einer Sonderprüfung der Bafin zumindest teilweise entlastet. So habe sich der Vorwurf der Geldwäsche nicht bestätigt, hieß es im Februar. Zudem gebe es keine Zweifel an der Existenz der Leasingforderungen.

Der Aktienkurs hat sich allerdings noch nicht erholen können. Vor dem Kurseinbruch infolge der Vorwürfe hatten die Papiere im September noch rund 55 Euro gekostet und damit rund 50 Prozent mehr als aktuell.

Das macht die Aktie von Grenke

Der Sprung über den Widerstand bei 35 Euro am Vortag erwies sich am Mittwoch als Fehlausbruch: Die Grenke-Aktien +4,92% fielen nach der Vorlage von Neugeschäftszahlen um 4,6 Prozent auf 33,68 Euro. Dass die Profitabilität dank des Fokus auf das sogenannte Small-Ticket-Geschäft, also eher kleinere Verträge, im ersten Quartal stieg, geriet in den Hintergrund. Die Grenke-Aktie dürfte wohl erst mit entlastenden Ergebnissen der Bilanzprüfung zum Befreiungsschlag ansetzen.

Mit Material von dpaAFX.
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