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Grenke: Was nach Zahlen bleibt ist Unsicherheit

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die vorläufigen Zahlen von Grenke konnten die Anleger nur kurz begeistern. Denn die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Prognose und die Dividende bleiben weiterhin unklar.

"Inwieweit und in welchem Umfang die Covid-19-Pandemie Einfluss auf die weitere Geschäfts- und Ergebnisentwicklung haben wird, ist aktuell nicht verbindlich abschätzbar und nicht in der am 11. Februar veröffentlichten Prognose enthalten", teilte der Finanzdienstleister am Donnerstag mit. Der Vorstand werde seine Prognose aktualisieren, sobald sich die Auswirkungen der Pandemie hinreichend bestimmen lassen.

Die Änderungen im Zahlungsverhalten der Kunden würden erst in den kommenden Wochen sichtbar. "Maßgeblichen Einfluss auf die Zahlungsfähigkeit dürften die auf verschiedenen politischen Ebenen verabschiedeten Liquiditäts- und Garantiezusagen haben. In jedem Fall werden diese Maßnahmen allgemein dazu beitragen, dass Kreditrisiken minimiert und Geschäftsbeziehungen fortgesetzt werden können."

Im ersten Quartal Corona-Auswirkungen noch gering

In den ersten drei Monaten des Jahres lief das Neugeschäft noch bis Mitte März gut – in den ersten zehn Wochen habe es sich im prognostizierten Rahmen eines deutlichen Wachstums bewegt. Mit dem immer stärker werdenden Ausbruch der Corona-Pandemie in Europa und Deutschland vermehrten sich die Probleme.

Am Ende blieb im ersten Quartal im Leasing-Neugeschäft ein Plus von 1,6 Prozent, so dass sich die Summe der Anschaffungskosten aller erworbenen Leasinggegenstände auf 681 Millionen Euro belief. Die Marge konnte dabei auf 18,2 (Vorjahr: 16,6) Prozent gesteigert werden.

Hauptversammlung verschoben – keine Aussage zur Dividende

Ausführlich will das Unternehmen wie geplant am 5. Mai über das Ergebnis im ersten Quartal berichten. Verschieben muss Grenke auch die Hauptversammlung. Diese könne nicht wie geplant am 19. Mai stattfinden. Der neue Termin werde zu gegebener Zeit bekanntgegeben.

In der Mitteilung zur Verschiebung der Hauptversammlung wurde keine Angabe zur geplanten Dividendenzahlung gemacht. Grenke hatte am 11. Februar – also vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie in Europa – mitgeteilt, für 2019 eine Dividende von 88 Cent und damit zehn Prozent mehr als im Vorjahr zahlen zu wollen.

Das macht die Aktie von Grenke

An der Börse legte die Grenke-Aktie -4,02% im frühen Handel bis zu fünf Prozent auf 52,45 Euro zu, konnte die Gewinne aber nicht ganz halten. Zuletzt gewann der Kurs 1,2 Prozent auf 50,65 Euro. Das Neugeschäft des Leasingunternehmens im ersten Quartal sei schwach ausgefallen, meinte Pareto-Analyst Philipp Häßler.

Das Papier gehört mit einem Abschlag von fast 50 Prozent in dem seit 24. Februar anhaltenden Corona-Crash zu den größten MDax-Verlierern. Mit Kursen um die 50 Euro notiert das Papier jetzt wieder auf dem Niveau von Anfang 2017.

Mit Material von dpaAFX.
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