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HeidelbergCement: Aktie wieder ein Kauf

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die schwache Kursentwicklung bei HeidelbergCement gehört nach Einschätzung von Mainfirst der Vergangenheit an. Analyst Tobias Wörner empfahl die Papiere zum Kauf – und die Aktien reagierten prompt mit einem neuen Nach-Corona-Hoch.

Wörner sieht bedeutendes Optimierungspotenzial in puncto Kapitalverteilung und Bilanzstärke, aber auch beim Wachstum aus eigener Kraft. So sieht der Experte auch ohne Restrukturierungen bereits Luft nach oben im Vergleich zur langfristigen Bewertung. Wegen Restrukturierungen kämen für jede Margenverbesserung um 100 Basispunkte nochmals 5 bis 6 Euro je Aktie an Potenzial hinzu – plus weiterer Vorteile, wenn margenschwache Geschäftsbereiche veräußert werden sollten.

Wie viel der Konzern davon tatsächlich verwirklichen könne, bleibe abzuwarten. Das Potenzial allein sollte der Aktie aber bereits helfen. Zuletzt hätten sich die Geschäfte bereits positiv entwickelt, in Zeiten der Viruskrise habe im ersten Halbjahr eine gute regionale Verteilung der Aktivitäten geholfen. Dies sollte sich fortsetzen. Historisch sei die Aktie auch ein Profiteur von Staatshilfen und einem Reflations-Szenario.

Der Experte bevorzugt die Papiere nun auch vor jenen des Konkurrenten Saint-Gobain +3,08%. Gegenüber diesem verfüge HeidelbergCement über mehr individuelle Kurstreiber, den Vorteil eines stärkeren Fußabdrucks in den Schwellenländern, eine günstigere Bewertung und bessere Erwartungen.

Vor diesem Hintergrund strich er nun einen bisher berücksichtigten 15-prozentigen Abschlag aus seinem Bewertungsmodell. In der Folge erhöhte Wörner das Kursziel von 47,50 auf 65,00 Euro. Auf dem aktuellen Niveau von 55,60 Euro sieht er damit wieder fast 17 Prozent Kurspotenzial.

Das macht die Aktie von HeidelbergCement

Nach der Mainfirst-Empfehlung sind die Aktien von HeidelbergCement +0,19% satte 2,6 Prozent auf 56,00 Euro gestiegen. Damit stehen die DAX-Papiere auf dem höchsten Stand seit Ende Februar. Zuletzt wurde zudem die 200-Tage-Linie durchbrochen – ein wichtiger charttechnischer Indikator für einen langfristigen Aufwärtstrend.

Mit Material von dpaAFX.
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