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HeidelbergCement: Das war's mit der Prognose

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Eigentlich wollte HeidelbergCement Gewinn und Umsatz auch 2020 steigern – doch jetzt gibt es wegen der Coronakrise keine Prognose für das laufende Jahr. Eine Nachricht, die bei Anlegern und Analysten nicht gut ankam. Die HeidelbergCement-Aktie wurde mit einem Minus von 8,6 Prozent abgestraft.

"Wir nehmen den Ausblick nicht zurück, sondern setzen ihn nur aus", sagte Unternehmenschef Dominik von Achten in einer Online-Pressekonferenz am Donnerstag. Die massiven Maßnahmen zur Eindämmung des Virus erforderten fortwährende Anpassungen bei der operativen Steuerung der Geschäfte. Täglich müsse das Unternehmen die Situation neu bewerten.

Es sei derzeit nicht abzuschätzen, wie lange die Maßnahmen anhielten und welche Auswirkungen diese auf den Bau in den einzelnen Ländern habe. "Vor diesem Hintergrund ist ein seriöser Ausblick auf das Geschäftsjahr 2020 zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht möglich", sagte er. Seine Hauptversammlung verschiebt das Unternehmen und verlegt damit auch die Dividendenzahlung auf einen späteren Zeitpunkt.

An der Börse kamen die Nachrichten schlecht an. Die HeidelberCement-Aktien +0,88% brachen am DAX-Ende um 8,6 Prozent auf 29,35 Euro ein. Der Leitindex selbst gab zuletzt nur um 0,5 Prozent nach. Seit im Februar die Ängste vor den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie zunahmen, haben die Papiere von HeidelbergCement bereits etwas mehr als die Hälfte an Wert eingebüßt.

Nach starkem Start herrscht nun Unsicherheit

Unisono verweisen Analysten mit Blick auf den Baustoffkonzern auf die hohe Unsicherheit wegen des neuartigen Coronavirus. Das schicke die Aktie in den Keller, konstatiert etwa Analyst Marc Gabriel vom Bankhaus Lampe.

Die endgültigen Jahreszahlen indes sind laut Robert Gardinier vom irischen Analysehaus Davy "wie bereits im Februar umrissen ausgefallen". Doch dies und der gute Start in dieses Jahr erschienen angesichts der Viruskrise inzwischen "Lichtjahre entfernt".

Dabei hatten die Heidelberger gerade einmal vor einem Monat auch für 2020 eine weiterhin gute Nachfrage nach Baustoffen prognostiziert. "Es ist für uns eine skurrile Situation, wir sind so gut in das neue Jahr gestartet wie noch nie zuvor", sagte von Achten. In den ersten beiden Monaten habe der Absatz von Zement, Zuschlagsstoffe und Transportbeton über dem bereits hohen Niveau des Vorjahres gelegen.

Überblick über die Jahreszahlen

Im vergangenen Jahr legte der Umsatz dank des Baubooms in Deutschland und weltweiten Infrastrukturprogrammen um vier Prozent auf knapp 18,9 Milliarden Euro zu. Bereinigt um Wechselkurse, Zu- und Verkäufe sowie Effekte aus der neuen Bilanzierungsrichtlinie betrug der Anstieg zwei Prozent. Das bereinigte Ebitda stieg um 15 Prozent auf knapp 3,6 Milliarden Euro. Auf vergleichbarer Basis lag das Plus bei zwei Prozent.

Für das vergangene Jahr will HeidelbergCement daher mehr an seine Aktionäre ausschütten. Die Dividende soll je Aktie um rund fünf Prozent auf 2,20 Euro erhöht werden. Analysten hatten im Schnitt mit etwas mehr gerechnet. 2019 ging der auf die Aktionäre entfallende Gewinn im Jahresvergleich um fünf Prozent auf knapp 1,1 Milliarden Euro zurück. Rechnet man Sondereffekte wie etwa den Verkauf des Ukraine-Geschäfts heraus, dann lag der Gewinn deutlich über dem des Vorjahres.

Mit Material von dpaAFX.
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