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HeidelbergCement: Milliarden-Abschreibung mit Folgen

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Corona-Krise und Brexit nagen am Wert der Anlagen von HeidelbergCement. Der DAX-Konzern hat daher eine Milliardenschwere Abschreibung durchgeführt – mit Folgen für die Aktie.

Der Baustoffkonzern HeidelbergCement +1,26% setzt im Zuge der Corona-Pandemie den Wert ihrer Besitztümer um 3,4 Milliarden Euro herab. Das betreffe überwiegend Vermögenswerte in Westeuropa, teilte das DAX-Unternehmen am Montag nach Börsenschluss mit.

Das Unternehmen habe durch die Corona-Pandemie die Geschäftsaussichten aller lokalen Einheiten überprüft und in dem Zuge die Werthaltigkeit des Portfolios neu eingeschätzt. Weil die erwarteten Gewinne sinken, sinkt auch der Wert der Anlagen, geht aus der Mitteilung als wichtigster Grund für die Abschreibungen hervor.

In Großbritannien bekommt das Unternehmen außerdem Gegenwind durch den Brexit. Und schließlich hat HeidelbergCement die Marktrisikoprämie erhöht – durch diesen bilanziellen Effekt sinkt der Wert der Vermögensgegenstände weiter.

Zu zwei Drittel betreffen die Abschreibungen das Portfolio, das HeidelbergCement 2007 durch den Kauf des britischen Baustoffherstellers Hanson bekommen hat. Ein Fünftel kommt durch den Zukauf von Italcementi im Jahr 2016.

Wie bei Abschreibungen üblich, drückt auch diese das Ergebnis, betrifft aber nicht den Cashflow. HeidelbergCement hatte im März wegen der Krise den Jahresausblick gestrichen.

Unterdessen erklärte das Unternehmen, die im Februar verkündeten Sparmaßnahmen dürften "bereits kurzfristig greifen" und damit die Belastung durch die Absatzrückgänge im zweiten Quartal 2020 zum Teil kompensieren.

Das macht die Aktie von HeidelbergCement

Die Aktie von HeidelbergCement reagiert nachbörslich mit einem deutlichen Abschlag von rund fünf Prozent. Im vorbörslichen Handel am Dienstag kann das DAX-Papier jedoch einen Teil der Verluste wieder wettmachen. Die horizontale Unterstützung bei 46,50 Euro ist somit nur kurzzeitig unterschritten worden – der kurzfristige Seitwärtstrend hält unverändert an.

Mit Material von dpaAFX.
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