DAX®12.177,18-3,71%TecDAX®2.920,19-3,59%Dow Jones 3027.685,38-2,29%Nasdaq 10011.504,52-1,61%
finanztreff.de

Hella verkauft an Volkswagen

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Hella will das Geschäft mit Software für Frontkameras an Volkswagen verkaufen. Für den Autobauer eine Übernahme, die strategische Schlüsselkompetenzen verbessert. Für den Autozulieferer ein Deal mit fragwürdiger strategischer Logik.

Angaben über den Preis machten beide Unternehmen zwar nicht. Der Verkauf werde aber zu einem außerordentlichen Ertrag von rund 100 Millionen Euro führen, teilte der Autozulieferer Hella am Dienstag mit. Der Deal stehe zudem noch unter dem Vorbehalt der Freigabe durch die Kartellbehörden und solle erst 2021 zum Abschluss kommen.

Hella-Chef Rolf Breidenbach begründete den Ausstieg aus dem Geschäft mit Frontkamerasoftware damit, dass der Konzern stets die strategischen Eckpfeiler Technologieführerschaft, Marktführerschaft sowie die Erfüllung bestimmter finanzieller Kennzahlen im Blick habe. "Wenn wir eines dieser drei Kriterien mit einem Produkt nicht nachhaltig erreichen können, verfolgen wir die entsprechenden Geschäftsaktivitäten nicht weiter", erklärte er.

Volkswagens Car.Software Org

Hella betonte, dass die weiteren Geschäftsaktivitäten der Tochter Hella Aglaia nicht von dem Verkauf betroffen seien. Der Konzern werde weiterhin "in automobile Zukunftsthemen wie Elektromobilität, automatisiertes Fahren, Software und Digitalisierung investieren", sagte Breidenbach. Im Zuge des Verkaufs an Volkswagen soll jedoch die Hälfte der bei Hella Aglaia beschäftigten Mitarbeiter zur Car.Software Org wechseln, die Volkswagen Anfang des Jahres als markenübergreifende Einheit für Software-Entwicklung gegründet hatte.

Volkswagen teilte mit, dass Car.Software Org mit dem Zukauf die Kompetenzen in der Bildverarbeitung ausbauen und die Entwicklung automatisierter Fahrfunktionen weiter vorantreiben wolle. Ziel sei es, ein exaktes Abbild der Fahrzeug-Umgebung durch Kamera- und weitere Sensordaten zu erzeugen.

Das macht die Aktie von Hella

Die im MDAX -2,11% notierte Hella-Aktie -6,32% gab deutlich nach – zuletzt lag sie mehr als eineinhalb Prozent im Minus. Der in Aussicht gestellte Verkaufserlös sei zwar positiv, die Investoren seien von der strategischen Logik des Deals aber nicht überzeugt, gab ein Händler zu bedenken.

Mit Material von dpaAFX.
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

News-Suche

Suchbegriff:

Aktuelle Videos

HSBC Trading TV

Werbung

Trading-Tipp

Börsen & Märkte

US-Marktüberblick

zur Mediathek
Werbung

Werbung
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook oder Twitter
Wenn Sie auf die Teilen-Buttons klicken und sich bei den Betreibern einloggen, werden Daten an den jeweiligen Betreiber übermittelt. Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.
Aktuelle Umfrageschliessen
Finden Sie es richtig, dass die britische Finanzaufsicht FCA ein Handelsverbot von Krypto-Derivaten für Kleinanleger ausgesprochen hat?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen