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Henkel: Gewinne unter Druck

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Mit einem kräftigen Minus von über zwei Prozent findet sich die Aktie von Henkel heute am DAX-Ende wieder. Zwar erholen sich die Geschäfte, doch steigende Rohstoffpreise schlagen sich negativ auf die Gewinnentwicklung durch.

Erholung hält an

Im ersten Halbjahr konnte sich Henkel weiter vom pandemiebedingt schwächeren Vorjahreszeitraum erholen. "Bezogen auf den Umsatz konnten wir währungsbereinigt bereits jetzt das Vorkrisenniveau von 2019 übertreffen", sagte CEO Carsten Knobel. Der Konsumgüterkonzern profitierte von einer Erholung der Industrie und dem Geschäft mit Klebstoffen.

Die Erlöse stiegen um 4,7 Prozent auf 9,9 Milliarden Euro. Aus eigener Kraft betrug das Wachstum 11,3 Prozent und lag damit etwas höher als von Analysten erwartet. Das bereinigte operative Ergebnis erhöhte sich um gut ein Fünftel auf 1,4 Milliarden Euro, die entsprechende Rendite verbesserte sich von 12,6 Prozent im Vorjahr auf 14,4 Prozent.

Höhere Rohstoffkosten habe Henkel vor allem durch eine sehr starke Mengenentwicklung sowie durch Preiserhöhungen, Einsparungen und Effizienzverbesserungen kompensieren können, hieß es. Unter dem Strich verdiente Henkel mit 942 Millionen Euro ebenfalls gut ein Fünftel mehr.

Anpassung der Prognose

Henkel erhöhte nach dem soliden Ergebnis seine Umsatzprognose für das laufende Jahr. Das Wachstum aus eigener Kraft soll nun 2021 bei 6 bis 8 Prozent liegen. Bislang war Henkel von bestenfalls 6 Prozent ausgegangen. Die Wachstumsraten in der zweiten Jahreshälfte sollen damit deutlich niedriger ausfallen.

Beim Ergebnis zeigte sich das Management jedoch vorsichtiger: So wurde die Gewinnprognose wegen der Auswirkungen hoher Rohstoffpreise sowie angespannter Lieferketten bestätigt, bei der Umsatzrendite gehen die Düsseldorfer sogar von etwas weniger aus als zuvor. Die Bruttomarge wird wohl mit 13,5 bis 14,5 Prozent jeweils 0,5 Prozentpunkte weniger erreichen als zuvor geplant.

Das macht die Aktie von Henkel

Die Ergebnisse lagen im Rahmen der Analystenerwartungen – auch sie hatten mit einer Beschleunigung des Wachstums im Q2 gerechnet. Die vorsichtigere Gewinnprognose kam bei den Anlegern jedoch nicht gut an. Die Henkel-Aktie -2,22% fiel rund 2,5 Prozent auf 86,20 Euro.

Damit scheint der jüngste Erholungsversuch vorerst verpufft zu sein. Unter 84,40 Euro würden sie auf den tiefsten Stand seit Anfang März fallen. Von der rasanten Erholung von Anfang März bis Anfang April auf fast 100 Euro ist mittlerweile kaum noch etwas übrig.

Mit Material von dpaAFX.
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