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Herber Rückschlag für Bayer und BASF

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Ein US-Gericht hat eine 2018 erteilte Zulassung des Unkrautvernichters Dicamba aufgehoben. Die US-Umweltbehörde EPA habe die Risiken des Produkts falsch eingeschätzt, hieß es in der Begründung. Ein herber Rückschlag für Bayer und BASF.

Unter Abwägung der Fehler der Umweltbehörde bei der Zulassung einerseits und der Folgen einer Aufhebung andererseits wird dem Mittel die Registrierung entzogen. Die Entscheidung betrifft damit neben dem auf Dicamba basierten Unkrautvernichter XtendiMax von Bayer auch Engenia von BASF. So dürfen Landwirte die Herbizide nicht länger verwenden, wenngleich sie womöglich bereits viel Geld für Saatgut ausgegeben haben, das dagegen resistent ist.

Bayer ist mit dem Urteil nicht einverstanden und prüft nun laut einem Konzernsprecher die nächsten Schritte. Über finanzielle Auswirkungen lasse sich derzeit noch nichts sagen.

Probleme mit Dicamba bereits vor erneuter Zulassung

Die EPA hatte die Zulassung für die betreffende Dicamba-Produkte erst gegen Ende 2018 kurz vor dem Auslaufen der alten Genehmigung mit Einschränkungen verlängert. Dicamba sorgte damals insbesondere für negative Schlagzeilen, weil der Wind das Mittel auf Felder wehte, auf denen dagegen nicht-immune Pflanzen angebaut wurden. Wegen der Schäden auf Nachbarfeldern fordern denn auch zahlreiche Bauern Schadenersatz.

Erst im Februar 2020 hatte eine US-Jury Bayer und BASF in einem solchen Rechtsstreit zu millionenschwerem Schadenersatz verurteilt. Insgesamt sollen die beiden Unternehmen einem Pfirsichbauern aus Missouri 265 Millionen US-Dollar zahlen. Er beschuldigt die Konzerne, dass er durch den Einsatz von Dicamba auf benachbarten Feldern Ernteverluste erlitten habe.

Das machen die Aktien von Bayer und BASF

Nach der ungünstigen Entscheidung sind die Bayer-Aktien +0,55% am Donnerstag um gut 3 Prozent zurückgefallen. Alleine in den vergangenen beiden Tagen waren sie jedoch zuvor auch um 8 Prozent gestiegen. Mit dem Kursabschlag von 3 Prozent erhalten die Bayer-Papiere exakt den vom JPMorgan-Analysten Richard Vosser errechneten Dämpfer, der durch die mögliche Gewinneinbuße 2021 auf dem US-Markt gerechtfertigt sei.

BASF +2,08% hingegen ist weniger von der Entscheidung betroffen – die Aktien fallen um 0,6 Prozent auf 54,80 Euro zurück.

Mit Material von dpaAFX.
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