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Hochtief: Maue Quartalszahlen, doch es gibt Hoffnung

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Corona-Pandemie hat beim Baukonzern Hochtief auch im ersten Quartal 2021 Spuren hinterlassen. So liefen die Geschäfte des spanischen Autobahnbetreibers Abertis , an dem Hochtief rund ein Fünftel hält, wegen der Krise schleppend. Aufgrund der Lockdowns wurden Mautautobahnen deutlich weniger genutzt. Das Gewinnziel für das laufende Jahr bestätigte Hochtief und passte die Vorjahreszahlen aufgrund des Thiess-Anteilsverkaufs an.

Der um Sondereffekte bereinigte Konzerngewinn sei im ersten Quartal im Jahresvergleich um 1,5 Prozent auf 99 Millionen Euro gestiegen, teilte das MDax-Unternehmen -0,14% am Dienstag in Essen mit. 

Rechne man den Beitrag aus der Finanzbeteiligung an Abertis heraus, dann sei der operative Nettogewinn um rund sechs Prozent gewachsen. Hochtief hatte 2018 gemeinsam mit der spanischen Mutter ACS +1,57% und dem zur italienischen Unternehmerfamilie Benetton gehörenden Mautstraßenbetreiber Atlantia -0,87% den spanischen Autobahnbetreiber übernommen.

Umsatzrückgang durch Coronakrise

Inklusive Sondereffekten wies Hochtief im Auftaktquartal einen Gewinn von 86 Millionen Euro aus. Das waren gut drei Prozent weniger als im Vorjahr. Der Umsatz schrumpfte in den ersten drei Monaten um rund 12 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte sich die Corona-Pandemie allerdings erst später im Quartal ausgewirkt.

Prognose bestätigt 

Für das laufende Jahr peilt Hochtief weiterhin einen bereinigten Gewinn von 410 bis 460 Millionen Euro an. Dies sei ein Zuwachs von 11 bis 25 Prozent, wenn man das Ergebnis von 2020 um den 50-prozentigen Thiess-Anteilsverkauf bereinigt.

Infrastrukturprogramme lassen auf Besserung hoffen

Erst jüngst hatte Unternehmenschef Marcelino Fernández Verdes auf der Hauptversammlung des MDax-Konzerns gesagt, dass der Bedarf an wirtschaftlicher und sozialer Infrastruktur stark bleibe. 

So plane die USA unter dem neuen Präsidenten Joe Biden, 2,3 Billionen US-Dollar über acht Jahre in die Infrastruktur zu stecken. Dieser sogenannte "American Jobs Plan", der derzeit im US-Senat diskutiert werde, sehe 621 Milliarden US-Dollar speziell für die Verkehrsinfrastruktur und weitere 689 Milliarden US-Dollar für die soziale Infrastruktur wie Schulen, Krankenhäuser und Breitband-Internet vor. 

In Australien sollen in den kommenden vier Jahren fast 300 Milliarden australische Dollar in Infrastrukturprojekte investiert werden, sagte der Manager weiter.

Das macht die Hochtief-Aktie

Am Dienstagabend notierte die Hochtief-Aktie +0,14% rund drei Prozent schwächer bei 70,44 Euro. Damit folgten die Papiere dem schwachen Gesamtmarkt, der MDAX gab um 2,5 Prozent auf 31.657 Punkte nach. 

Sechs-Monats-Chart Hochtief (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
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