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Hornbach Holding: DIY-Boom hält an – Mehr Dividende geplant

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Baumarktkonzern Hornbach Holding ist trotz Beschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie gut ins neue Geschäftsjahres gestartet. Die Herausforderungen seien dabei nicht weniger geworden, erklärte Hornbach am Donnerstag im rheinland-pfälzischen Bornheim. Die Kundennachfrage sei jedoch über alle Verkaufskanäle hinweg weiter hoch. Auf der Bilanzpressekonferenz gab sich das Management ambitioniert, sich dem starken Wachstum des Vorjahres auch im neuen Geschäftsjahr zu nähern.

Das Hornbach-Management zeigte sich optimistisch, dass die Corona-Pandemie einiges für die Branche bewegt haben dürfte: "Was aus unserer Sicht Bestand haben wird, ist ein nachhaltig verändertes Konsumverhalten, das dem privaten Lebensraum in Haus, Wohnung und Garten einen höheren Stellenwert beimisst", sagte Konzernchef Albrecht Hornbach. "Das sollte nicht nur eine gute Grundlage für die Geschäftsentwicklung 2021/22 sein, sondern auch die Nachfrage nach Bau- und Heimwerkerprojekten auf längere Sicht befeuern", ergänzte der Manager. Dabei geht das Management davon aus, dass Hornbach weiterhin besser als der Markt abschneiden sollte.

Gleichzeitig übte der Manager auch Kritik an der Corona-Politik der Regierung. "Hier hatten wir es mit unerwarteten Paradigmenwechseln, mit Inkonsequenzen und Logikbrüchen zu tun." So sei der Baumarkthandel im vergangenen Frühjahr noch als systemrelevanter Grundversorger eingestuft worden, aber ab Dezember 2020 habe dies nicht mehr gegolten.

Vorjahresniveau als Zielwert

Für das laufende Geschäftsjahr 2021/22 (per Ende Februar) rechnet die Gruppe nunmehr mit einem Umsatz in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Das um Sonderfaktoren bereinigte Ergebnis (Ebit) dürfte zwar unter dem Vorjahreswert liegen, jedoch das Ergebnis aus dem Jahr 2019/20 von 227 Millionen Euro erheblich übertreffen. Analysten hatten bislang mit einem Umsatz von rund 5,35 Milliarden Euro und einem bereinigten Ebit von 284 Millionen Euro gerechnet. 

Baumarktchef Erich Harsch begründete den Ertragsausblick zum einen mit dem höheren organisatorischen Aufwand im noch laufenden ersten Geschäftsquartal, das erneut von den Lockdowns belastet gewesen sei. Zudem stiegen derzeit die Kosten für Rohstoffe wie Holz und Kunststoffe sowie für Transporte. Preiserhöhungen auch für die Kunden schloss Harsch daher nicht aus. Im ersten Quartal dürften laut Hornbach die Umsätze ebenfalls in etwa das sehr hohe Vorjahresniveau erreichen, wobei die Erträge zugleich darunter liegen sollten.

Mehr Dividende geplant 

Die Aktionäre der Hornbach Holding sollen nun als Dividende 2 Euro je Aktie erhalten nach 1,50 Euro vor einem Jahr, für die Baumarkt AG ist eine Dividendenanhebung auf 0,90 Euro (Vorjahr: 0,68) vorgesehen.

Das macht die Aktie der Hornbach Holding 

An der Börse verlor die im SDAX notierte Aktie der Hornbach Holding +0,47% zuletzt noch rund ein halbes Prozent, nachdem sie am Morgen zeitweise um fast acht Prozent eingeknickt war. Allerdings war das Papier erst in dieser Woche auf das höchste Niveau seit Anfang November gestiegen. Seit Jahresbeginn liegt die Aktie aber derzeit mit rund zwölf Prozent im Plus.

Sechs-Monats-Chart Hornbach Holding (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
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