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H&M: Jetzt müssen Läden dichtmachen

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Umsatz von H&M bricht auch im zweiten Quartal dramatisch ein und schickt die Modekette tief in die roten Zahlen. Die Reaktion: Filialschließungen.

Das zweite Quartal der schwedischen Modekette Hennes & Mauritz umspannt die bisherige Hochphase der Corona-Krise in Europa. Daher belief sich der Verlust nach Steuern auf 4,9 Milliarden schwedische Kronen (470 Millionen Euro), im Vorjahresquartal hatte H&M noch einen Gewinn von 4,5 Milliarden schwedische Kronen eingefahren.

Nach Konzernangaben waren Mitte April rund 80 Prozent der H&M-Läden dicht. Zwar konnte das Online-Geschäft im gesamten Quartal fast um ein Drittel zulegen, doch wie bereits bekannt, sanken die Gesamterlöse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um die Hälfte auf 28,66 Milliarden Schwedische Kronen (2,7 Milliarden Euro).

H&M wird als Reaktion auf die schwachen Zahlen im Laufe des Jahres sein Filialnetz weltweit um rund 40 Läden verkleinern.

Analysten bleiben bei negativem Anlagevotum

Die Marktexperten zeigten sich von den Zahlen wenig überrascht. Das zweite Quartal des Modeunternehmens sei wie erwartet ausgefallen, hieß es von der Credit Suisse. Überraschend sei hingegen der geringe Lagerbestand gewesen. Die Schweizer Bank bleibt bei ihrer ablehnenden Bewertung und veränderte auch das Kursziel von 132 schwedischen Kronen nicht.

Auch die US-Bank Goldman Sachs empfahl weiterhin einen Verkauf der Papiere mit einem Kursziel von 115 Schwedischen Kronen. Jedoch sah Analyst Richard Edwards in seiner ersten Einschätzung auch positive Entwicklungen. So lobte er den zunehmenden Einsatz von Datenanalyse zur Verbesserung des Online-Geschäfts.

Mitbewerber wie die Zara-Mutter Inditex -0,83% sind den Schweden hier schon einen Schritt voraus. Als Reaktion auf die Verluste in der Corona-Krise will Inditex bis 2022 weitere 900 Millionen Euro jährlich für den Unternehmensumbau und den Ausbau des Online-Handels stecken. Allein rund eine Milliarde Euro soll in den nächsten drei Jahren in die Digitalisierung fließen.

Das macht die Aktie von H&M

Als Reaktion auf die Nachrichten gaben die Aktien des in Stockholm gelisteten Unternehmens bis zum Mittag um 1,8 Prozent auf rund 142 Schwedische Kronen nach. Damit geht es nach der Erholung aus dem Corona-Tief bis Anfang Juni auf über 168 Schwedische Kronen wieder abwärts – noch hält jedoch die horizontale Unterstützung bei 140 Schwedischen Kronen

Mit Material von dpaAFX.
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