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Hypoport: Aktie rauscht in die Tiefe

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Finanzdienstleister Hypoport hat im dritten Quartal im Tagesgeschäft überraschend einen Gewinnrückgang erlitten. Das operative Ergebnis sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund ein Fünftel auf etwa 7 Millionen Euro. Zudem verlangsamte sich das Umsatzwachstum. Am Aktienmarkt wird die Nachricht mit deutlichen Kursverlusten quittiert.

Mit einem Börsenwert von rund 2,9 Milliarden Euro wird der Vermittler von Krediten und Versicherungen derzeit deutlich höher bewertet als etwa die im MDAX +0,15% gelistete Aareal Bank, die gerade mal auf eine Milliarde Euro kommt. Bei Hypoport dreht sich alles ums Thema Digitalisierung. Die Holding, die in Lübeck sitzt und aus Berlin operiert, zählt zu den Großen der deutschen Fintech-Branche.

Im Firmennetz tummeln sich Unternehmen, die digitale Lösungen für die Kreditwirtschaft, den Wohnungsmarkt und für Versicherungen anbieten - und damit durchaus erfolgreich sind. Das Unternehmen konnte sein Geschäft in den vergangenen Jahren kräftig ausweiten. Im dritten Quartal zogen die Erlöse allerdings nur noch um fünf Prozent auf 95 Millionen Euro an. Für die ersten neun Monate ergibt sich damit ein Wachstum von rund 15 Prozent auf 285 Millionen Euro.

Den Rückgang des operativen Gewinns begründete das Unternehmen im Wesentlichen mit dem beabsichtigten Wegfall von Projektgeschäft in den Segmenten Immobilien- und Versicherungsplattform. Den vollständigen Quartalsbericht will Hypoport am 2. November vorgelegen.

Das sagen die Analysten

Experten wie Simone Bentlage von der Privatbank Hauck & Aufhäuser stuften die vorgelegten Eckdaten als enttäuschend ein. Während Bentlage weiterhin zum Verkauf der Hypoport-Aktie rät, blieb ihr Kollege Philipp Häßler von Pareto bei seiner Kaufempfehlung. Er begründete dies mit den langfristigen Wachstumsaussichten des Unternehmens.

Auch das Analysehaus Warburg Research hat Hypoport nach den Eckdaten zum dritten Quartal auf "Buy" mit einem Kursziel von 490 Euro belassen.

Der Finanzdienstleister war aus der Fusion der 1954 gegründeten Dr. Klein & Co. AG und der Europace AG entstanden. Im Jahr 2007 ging das Unternehmen an die Börse und trat 2015 aus dem Schattendasein am Kapitalmarkt heraus. Für den Aktienkurs ging es in dem Jahr von etwas mehr als 10 Euro auf 80 Euro nach oben. Lohn dafür war der Aufstieg in den SDAX.

Größter Nutznießer des kräftigen Kursanstiegs ist Unternehmenschef Ronald Slabke, der knapp 35 Prozent der Hypoport-Anteile hält. Sein Paket kommt derzeit auf einen Wert rund einer Milliarde Euro. Slabke hatte als Geschäftsführer bei Dr. Klein angefangen und Hypoport 1999 in einem von ihm organisierten sogenannten Management-Buyout übernommen.

Das macht die Aktie von Hypoport

Für die Hypoport-Aktie +1,85% geht es am Donnerstag-Vormittag zeitweise um über 18 Prozent auf 446,50 Euro abwärts. Damit war sie mit Abstand schwächster Wert im SDAX -0,07%. Das Papier hatte allerdings in den vergangenen Wochen und Monaten kräftig zugelegt und erst Anfang Oktober bei 580 Euro ein Rekordhoch erreicht. Trotz des Kursverlusts am Donnerstag hat sich die Aktie im bisherigen Jahresverlauf noch um rund 40 Prozent verteuert.

Zwölf-Monats-Chart Hypoport (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
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