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Hypoport: Das Geheimnis des Erfolgs

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Corona-Krise trifft Banken und Finanzdienstleister besonders hart. Doch Hypoport sticht klar hervor: Trotz der Krise erwartet der Finanzdienstleister 2020 mehr Umsatz und Gewinn – die Aktie kennt kein Halten.

Große Banken stocken wegen der Pandemie-Folgen die Risikovorsorge für Kreditausfälle auf. Versicherungskonzerne verabschieden sich wegen hoher Schadenforderungen und der Turbulenzen an den Finanzmärkten von ihren Gewinnzielen. Doch Hypoport – auf ähnlichen Märkten aktiv, aber in einer anderen Rolle als die klassischen Finanzriesen – rechnet kaum mit Problemen.

Das Geheimnis des Erfolgs: Die Kredit-, Wohnungs- und Versicherungswirtschaft in Deutschland sei "traditionell recht autark gegenüber kurzfristigen Konjunkturentwicklungen", sagte Vorstandschef Ronald Slabke. Wenn überhaupt, reagierten sie erst spät auf entsprechende Marktentwicklungen. Außerdem könne Hypoport als Technologieunternehmen durch deutliche Effizienzvorteile gegenüber traditionellen Wettbewerbern seine Marktanteile ausbauen.

Bei Hypoport dreht sich alles ums Thema Digitalisierung. Im Firmennetz tummeln sich Unternehmen, die digitale Lösungen für die Kreditwirtschaft, den Wohnungsmarkt und für Versicherungen anbieten – und damit durchaus erfolgreich sind. Der Umsatz stieg im vergangenen Jahr um 27 Prozent auf 337 Millionen Euro, der Überschuss legte um neun Prozent auf mehr als 24 Millionen Euro zu.

Die wichtigen Segmente im Überblick

Das ertragsstärkste Segment, die Kreditplattform, ist auf die digitale Abwicklung von Kreditgeschäften spezialisiert. Größtes Zugpferd ist der B2B-Kreditmarktplatz Europace. Dort können Finanzberater aus einer Vielzahl von Bausparverträgen und anderen Finanzierungsprodukten auswählen, die Banken und Versicherungen dort feilbieten. Dazu gehören auch Teilmarktplätze für Genossenschaftsbanken und Sparkassen. Weil klassische Kreditinstitute ihr Filialnetz immer weiter eindampfen, entsteht ein Vakuum im Vertrieb, das Europace als B2B-Plattform nutzt.

Im zweitstärksten Segment Privatkunden unterhält Hypoport unter dem Namen Dr. Klein einen Finanzvertrieb mit mehr als 600 Beratern. Sie vermitteln Baufinanzierungen, Versicherungen und Ratenkredite an Verbraucher.

Mit Zuversicht in Richtung Zukunft

Mit Blick auf 2020 sieht die Hypoport-Führung bisher keinen Grund, an ihren Finanzzielen zu zweifeln. So soll der Umsatz auf 400 Millionen bis 440 Millionen Euro zulegen – ein Wachstum zwischen rund 19 und knapp 31 Prozent. Beim EBIT wird mit einem Anstieg von 33 Millionen auf 35 bis 40 Millionen Euro gerechnet. Unterdessen investiert das Unternehmen kräftig. Im März übernahm Hypoport knapp die Hälfte an AMEXPool, eine Gruppe von Versicherungsmaklern.

Das macht die Aktie von Hypoport

Der Kurs der Hypoport-Aktie kennt seit Jahren im Grunde nur eine Richtung – die nach oben. Einzige größere Ausnahme war der Corona-Crash zu Beginn dieses Jahres, aber selbst diese Delle konnte das Papier inzwischen mehr als ausbügeln. Seit Mitte März ging es wieder kräftig nach oben und Anfang dieser Woche erreichte die Aktie mit 394 Euro abermals ein Rekordhoch.

Mit Material von dpaAFX.
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