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Hypoport: Strohfeuer nach Quartalszahlen

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Finanzdienstleister Hypoport ist auch im dritten Quartal stark gewachsen. Mit einem Erlösplus von im Jahresvergleich 18 Prozent auf 112 Millionen Euro hielt der Konzern zwischen Juli und September das Tempo des zweiten Quartals. Das operative Ergebnis (Ebit) stieg sogar um rund 60 Prozent auf 11,5 Millionen Euro, wie das im MDAX +1,29% notierte Unternehmen am Dienstagabend in Berlin auf Basis vorläufiger Zahlen ebenfalls mitgeteilt hatte.

Die Analysten des Investmenthauses Pareto äußerten sich positiv zu den Resultaten. Das starke Wachstum überrasche, nachdem die Finanzierungsplattform Europace für das abgelaufene Jahresviertel eher schwächere Transaktionszahlen vorgelegt hatte. Jochen Schmitt, Analyst beim Bankhaus Metzler, schrieb in einer ersten Reaktion ebenfalls von guten Resultaten. Allerdings müsse der Gewinnsprung auch in Relation zum niedrigen Vorjahreswert gesehen werden. Zudem könnten die jüngsten Wachstumszahlen von Europace ein Vorbote nachlassenden Wachstumsschwungs bei Hypoport sein.

Wachstum schwächelt 

Europace ist die größte Hypoport-Sparte und eine Plattform für Immobilienfinanzierungen, Bausparprodukte und Ratenkredite. Dort wuchs das Transaktionsvolumen im dritten Quartal im Jahresvergleich nur noch um 2,2 Prozent auf gut 24,1 Milliarden Euro, wie Hypoport bereits Mitte Oktober mitgeteilt hatte. Im ersten Quartal hatte der Zuwachs noch fast 30 Prozent und im zweiten Quartal fast 20 Prozent betragen.

Das macht die Hypoport-Aktie 

Die Anleger am Aktienmarkt hielten sich am Mittwochvormittag trotz der positiv aufgenommenen Quartalszahlen zurück. Nach einem anfänglichen Sprung auf 554 Euro fiel der Kurs rasch wieder zurück. Zuletzt bewegte er sich mit einem Plus von 0,2 Prozent auf 525,00 Euro etwas unterhalb der 21-Tage-Linie, die als kurzfristiger Trendindikator gilt.

Allerdings hatten sich die Papiere seit Mitte Oktober vom Zwischentief bei 468 Euro auch schon deutlich erholt. Bis zum September-Hoch von 612 Euro fehlt aber noch ein gutes Stück.

Sechs-Monats-Chart Hypoport (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
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