DAX ®12.528,18-0,64%TecDAX ®3.003,45+0,13%S&P 5003.126,37-0,14%NASDAQ10.350,68+0,05%
finanztreff.de

Infineon: Alles Wichtige vor den Zahlen

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 5 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Am Dienstag veröffentlicht Infineon Quartalszahlen. Im Fokus der Anleger werden neben der Cypress-Übernahme auch die Auswirkungen der Corona-Krise stehen. Alles was Anleger vor den Zahlen wissen müssen im Überblick:

Cypress-Übernahme in trockenen Tüchern

Nach einer monatelangen Hängepartie erhielt Infineon Anfang April die letzte noch fehlende Genehmigung für den größten Zukauf der Unternehmensgeschichte. Damit stand der seit letztem Sommer von Infineon angepeilten Übernahme der Kalifornier endgültig nichts mehr im Wege.

Für Infineon ist die Akquisition von hoher Bedeutung. Das Cypress-Portfolio ermöglicht dem Dax-Unternehmen den Aufstieg unter die Top Ten der Halbleiterhersteller weltweit. Mit Cypress Semiconductor will Infineon die Weiterentwicklung des Unternehmens vorantreiben und setzt dabei unter anderem große Hoffnungen auf die "Connectivity"-Komponenten von Cypress – elektronische Bauteile für vernetzte Geräte und Maschinen, die untereinander kommunizieren.

Corona-Krise schlägt zu

Nachdem die Chipbranche im vergangenen Jahr bereits von den Auswirkungen der globalen Handelsstreitigkeiten und der anhaltenden Schwäche der Automärkte betroffen war, kommt nun auch noch die Coronavirus-Pandemie hinzu. Infineon-Vorstand Reinhard Ploss muss den Konzern durch eine äußerst herausfordernde Phase steuern, in der die konkreten Auswirkungen der Virus-Krise derzeit kaum quantifizierbar sind. Nicht zuletzt deshalb strich Infineon vor einigen Wochen seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr.

Zuvor hatte Ploss bereits mit einer schwierigen ersten Jahreshälfte gerechnet und war davon ausgegangen, dass eine Erholung nicht vor dem zweiten Halbjahr zu erwarten sei. Ungeachtet dessen betonte Ploss kürzlich, dass Infineon im Gegensatz zu vielen anderen Konzernen in der Krise momentan nicht an Staatshilfen denke. Seiner Einschätzung nach verfüge der Halbleiterspezialist "aus heutiger Sicht über genügend eigene Liquidität, um die Situation zu meistern".

Analysten bleiben positiv gestimmt

Obwohl Infineon Ende März seinen Ausblick zurückgezogen hat, blieben die Analysten positiv gestimmt. Gleich sechsmal lautet seither die Empfehlung, die Aktie zu kaufen. Dreimal raten die Analysten dazu, die Papiere zu halten und die weitere Entwicklung des Unternehmens genau im Auge zu behalten.

Für den Verkauf der Infineon-Aktie spricht sich aktuell niemand aus. Stattdessen attestieren die Experten mit einem durchschnittlichen Kursziel von 19,50 allesamt Aufwärtspotenzial. Sie trauen den Anteilsscheinen auch wegen des geglückten Cypress-Zukaufs eine mittelfristige Erholung zu.

Mit einem Kursziel von 24 Euro hat das US-Analysehaus Bernstein Research den höchsten Wert auf dem Zettel. Zwar sind die kurzfristigen Perspektiven aus Sicht von Analyst Mark Li dürftig, doch ändere dies nichts an seiner langfristig positiven These, verdeutlicht der Experte.

Das erwarten die Experten im zweiten Quartal

Für das zweite Quartal rechnen die Analysten mit Erlösen in Höhe von rund 1,99 Milliarden Euro – und damit in etwa so viel wie im Vorjahr, als das Umfeld bereits schwierig war. Damals hatte Infineon einen Umsatz von 1,98 Milliarden Euro erzielt. Beim operativen Ergebnis haben die Analysten im Durchschnitt 274,3 Millionen Euro auf dem Zettel. Das wäre ein Minus von rund 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (332 Mio.).

Das macht die Aktie von Infineon

Der Corona-Crash hat auch bei der Infineon-Aktie -0,19% tiefe Spuren hinterlassen. Kostete die Aktie Mitte Februar noch rund 23 Euro, sackte sie bis zum 19. März auf nur noch etwas über 10 Euro ab. Damit wurde der Wert der Papiere binnen weniger Wochen mehr als halbiert.

In der Folgewoche erholte sich der Kurs zunächst wieder etwas und kletterte auf rund 14,50 Euro, ehe die kassierte Prognose für einen weiteren kleinen Rücksetzer auf unter 13 Euro sorgte. Im Zuge des erfolgreichen Abschlusses der Cypress-Übernahme ging es für die Titel dann wieder nach oben. Derzeit kostet das Papier rund 17 Euro und liegt damit deutlich unter dem durchschnittlichen Kursziel der Experten, das derzeit bei rund 19,50 Euro liegt.

| Auf dem Laufenden bleiben | Täglich. Kostenfrei. Unverbindlich. |

Bleiben Sie über die neuesten Entwicklungen bei spannenden Unternehmen und der Börse auf dem Laufenden. Lesen Sie das Börsen.Briefing. – den täglichen Newsletter vom AKTIONÄR und finanztreff.de.

Wenn Sie sich bisher noch nicht registriert haben, besuchen Sie jetzt www.boersenbriefing.de und bestellen Sie kostenfrei und unverbindlich das Börsen.Briefing.  Oder nutzen Sie einfach das nachstehende Formular. Schon am nächsten Börsentag erhalten Sie die erste Ausgabe des Börsen.Briefing. kostenfrei in Ihr E-Mail-Postfach zugestellt.


Der Newsletter ist unverbindlich und kostenlos. Zum Abbestellen reicht ein Klick auf den Abmelde-Link am Ende des Newsletters.



Bitte geben Sie eine korrekte E-Mail-Adresse ein.


Bitte akzeptieren Sie unsere Datenschutzbedingungen.
Mit Material von dpaAFX.
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

News-Suche

Suchbegriff:

Aktuelle Videos

HSBC Trading TV

Werbung

Trading-Tipp

Börsen & Märkte

US-Marktüberblick

zur Mediathek
Werbung

Werbung
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook oder Twitter
Wenn Sie auf die Teilen-Buttons klicken und sich bei den Betreibern einloggen, werden Daten an den jeweiligen Betreiber übermittelt. Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.
Aktuelle Umfrageschliessen
Wie, glauben Sie, wird der DAX am Ende dieser Woche - KW 28- stehen?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen