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Infineon: Der Heißhunger nach Chips ist ungestillt

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Beim Chiphersteller Infineon hat sich die Erholung der Geschäfte auch im zweiten Quartal (bis Ende März) fortgesetzt. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorquartal um drei Prozent auf 2,7 Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern am Dienstag in Neubiberg bei München mitteilte. Damit lag der Halbleiter-Spezialist im Rahmen der Erwartungen der Analysten.

Vor allem im besonders wichtigen Automobilgeschäft konnte Infineon klar zulegen. Auch in der PSS-Sparte, in der unter anderem das Geschäft mit Chips für die Stromversorgung sowie für mobile Endgeräte wie Tablets und Smartphones gebündelt ist, war die Nachfrageentwicklung in geringerem Maße positiv.

Gemischtes Zahlenwerk

Das operative Ergebnis (Segmentergebnis) lag im zweiten Geschäftsquartal mit 470 Millionen Euro allerdings vier Prozent unter dem Wert des Vorquartals. Die operative Marge war um 1,2 Prozentpunkte rückläufig und lag bei 17,4 Prozent. Infineon hatte sich mit Blick auf diese Kennziffer aber bereits vorsichtig gezeigt und mit einer geringeren Marge im Vergleich zum Vorquartal gerechnet. Zudem hatte Infineon zum Jahresauftakt von Sondereffekten profitiert. Unter dem Strich stand ein Konzernüberschuss von 203 Millionen Euro nach 256 Millionen Euro ein Quartal zuvor.

Prognose erneut erhöht

Zudem wird der Chiphersteller erneut etwas optimistischer. So erwartet Infineon für das laufende Geschäftsjahr 2020/2021 nun einen Umsatz von etwa elf Milliarden Euro, plus oder minus drei Prozent, und damit etwas mehr als zuletzt im Februar angepeilt. Bislang hatte der Halbleiter-Spezialist nach der milliardenschweren Übernahme des US-Konzerns Cypress Semiconductor mit Erlösen von rund 10,8 Milliarden Euro plus oder minus fünf Prozent gerechnet, als der Konzern seine Prognose bereits im Februar leicht angehoben hatte.

Bei der operativen Marge (Segmentergebnismarge) rechnet Infineon jetzt mit etwa 18 Prozent. Zuvor hatte der Chiphersteller mit einer Marge auf Basis das Segmentergebnisses von 17,5 Prozent kalkuliert. Die geplanten Investitionen sollen weiterhin bei circa 1,6 Milliarden Euro liegen. "Der Halbleitermarkt boomt, Elektronik zur Beschleunigung der Energiewende und für die Arbeit und das Leben zuhause bleibt sehr gefragt. Der Digitalisierungsschub hält an", sagte Konzernchef Reinhard Ploss. Auf dem Weg zu seinen Zielen für das Geschäftsjahr sei Infineon voll auf Kurs.

Das macht die Infineon-Aktie 

An der Börse stießen die Zahlen bei den Anlegern nicht auf Begeisterung. Stattdessen sackte die Infineon-Aktie am Dienstagmorgen um fast 3,5 Prozent auf 32,55 Euro ab. Damit notierten die Papiere auf dem niedrigsten Stand seit Anfang März. 

Sechs-Monats-Chart Infineon (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
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