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Infineon: Der Versuch einer vorsichten Erholung

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Aktien von Infineon können sich am Donnerstag aufgrund positiver Analystenkommentare und starken Quartalszahlen eines Chip-Konkurrenten wieder etwas erholen. Die Verunsicherung über die Kapitalmaßnahme aber bleibt.

Am Mittwoch hatten die Infineon-Aktie als schwächster DAX-Wert mit einem Abschlag von viereinhalb Prozent unter der Platzierung neuer Aktien zur Finanzierung der Cypress-Übernahme gelitten. Mit der Ausgabe neuer Aktien, die ausschließlich institutionellen Anlegern im Rahmen einer Privatplatzierung in einem beschleunigten Verfahren zum Kauf angeboten wurden, sind brutto 1,06 Milliarden Euro erlöst worden.

Am Donnerstag sorgten positive Nachrichten aus Übersee jedoch wieder für etwas Rückenwind: Denn der US-Halbleiterkonzerns Micron Technology +1,04% hat für das laufende Quartal seine Gewinn- und Umsatzprognose angehoben. Für den Halbleitersektor ist die starke Nachfrage nach Speicherchips als gutes Signal zu werten, da diese auf unterschiedlichen Elektronikmärkten eingesetzt werden und damit ein breites Bild abgeben.

Darüber hinaus sorgte der Start der Bewertung der Infineon-Aktien durch Morgan Stanley für Auftrieb. Die Deutschen seien sein bevorzugter Halbleiterwert in Europa, schrieb Analyst Dominik Olszewski in einer Studie. Der Konzern profitiere vom Elektrifizierungstrend und auch regulatorischen Initiativen abseits der Autobranche. Die Bewertung hält Olszewski für attraktiv. Die Empfehlung von Morgan Stanley: "Overweight" mit Kursziel 24 Euro.

Zur Kapitalerhöhung selbst gab es gemischte Stimmen seitens der Experten. Das US-Analysehaus schreibt, dass die Platzierung neuer Aktien durch den Halbleiterhersteller früher als erwartet erfolgt sei, der Verwässerungseffekt aber gering bleibe. Bilanziell sei Infineon stark aufgestellt und erhalte durch die Kapitalerhöhung ein zusätzliches Sicherheitspolster.

Weniger positiv äußerten sich die Analysten der DZ Bank: Die Kapitalmaßnahme gebe dem Chiphersteller zwar zusätzliche finanzielle Flexibilität, fundamental bleibe die Situation jedoch unübersichtlich. DZ-Analyst Harald Schnitzer stufte die Infineon-Aktie von "Kaufen" auf "Halten" ab.

Mit Material von dpaAFX.
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