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Infineon: Gute Gründe für den Aktienkauf

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Corona hat auch Infineon zu schaffen gemacht. Seit Herbst stehen die Zeichen jedoch wieder auf Erholung. Zusätzliche Chancen durch die Cypress-Übernahme, starke Signale der Konkurrenten und positive Analystenstimmen geben der Infineon-Aktie wieder Auftrieb.

Zusätzliche Chancen durch die Cypress-Übernahme

Im neuen, seit Anfang Oktober laufenden Geschäftsjahr 2020/2021 erwartet Infineon, dass sich die milliardenschwere Cypress-Übernahme deutlich auswirkt. So soll der Umsatz deutlich um rund 2 Milliarden Euro auf um die 10,5 Milliarden Euro steigen, wobei Infineon eine Bandbreite von plus oder minus 5 Prozent um den Wert herum sieht.

Durch den Cypress-Kauf verfügt Infineon zudem über ein breiteres Technologie- und Produktportfolio. Damit könnte der Chiphersteller noch mehr Märkte erreichen, erwartet Konzernchef Ploss, der das Unternehmen für die Zukunft "bestens aufgestellt" sieht.

Starke Signale der Konkurrenten

Im besonders wichtigen Autogeschäft soll es auch wieder besser laufen. So hat sich Konkurrent STMicroelectronics ±0,00% jüngst optimistisch gezeigt und rechnet nach einem guten Abschluss für das Kalenderjahr 2020 mit einer anhaltend guten Nachfrage auch zu Jahresbeginn.

Denn derzeit herrscht in vielen Wirtschaftsbereichen ein Mangel an Halbleitern, so etwa in der Auto- und der Unterhaltungsindustrie. STMicro ist wie auch Infineon stark bei Chips für die Autoindustrie und profitiert von der unerwartet hohen Nachfrage – der Automarkt hatte sich nach dem Corona-Einbruch schneller erholt als gedacht. Hinzu kommt der beschleunigte strukturelle Wandel hin zur Elektromobilität.

Analysten bleiben optimistisch

Marktbeobachter zeigen sich derzeit optimistisch zu Chipwerten insgesamt und Infineon speziell. Die starke Erholung der Endmärkte spreche für den Halbleiterwert, heißt es beispielsweise seitens des Bankhauses Metzler. Auch die Lieferengpässe in einigen Halbleiter-Bereichen wirkten sich günstig aus.

Wegen des derzeit günstigen Marktumfeldes mit guter Nachfrage und einer stabilen Preisqualität dürfte der Chiphersteller im ersten Geschäftsquartal den oberen Rand der angegebenen Bandbreite erreichen und die Jahresprognose nach oben korrigieren, erwartet die DZ Bank.

Die Analysten von Goldman Sachs stellen den für Infineon bedeutsamen Automobil-Bereich und dessen Trend zur Elektrifizierung in den Vordergrund. Für die Münchener erwartet man eine deutlichere Erholung des Automarktes und zugleich eine robuste Wachstumskurve für Elektroautos ein: "Infineon hat beträchtliche Wachstumschancen, die auf einer zunehmenden Verwendung von Halbleitern in Elektroautos basieren."

Infineon-Aktie im Aufwärtstrend

Seit dem Corona-Crash an den Aktienmärkten im vergangenen März hat die Aktie wieder deutlich zugelegt und die Kursverluste mehr als wettgemacht. Im Januar gab es noch einmal einen zusätzlichen Schub durch gute Zahlen der Konkurrenten.

Derzeit ist die Infineon-Aktie ±0,00% so teuer wie seit vielen Jahren nicht mehr, mit einem Kurs von fast 36 Euro erreichte das Papier Ende Januar ein neues Hoch seit 2001. Seitdem ist der Kurs wieder etwas abgebröckelt und liegt aktuell bei rund 33 Euro.


Mit Material von dpaAFX.
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