DAX®15.429,43+0,53%TecDAX®3.900,93-0,16%S&P 500 I4.377,30+0,53%Nasdaq 10015.027,77+0,10%
finanztreff.de

Infineon: Halbleiter-Boom trifft auf Lieferengpässe

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Beim Chiphersteller Infineon laufen derzeit die Geschäfte rund. Der boomende Halbleitermarkt und die fortgesetzte Erholung der Automobilmärkte treiben derzeit die Nachfrage. Der sich durch die Corona-Pandemie beschleunigte Trend zur Digitalisierung sorgt auch langfristig für gute Aussichten. Lieferengpässe könnten die Entwicklung jedoch kurzfristig dämpfen.

Konzernchef Reinhard Ploss hat derzeit eigentlich Grund zur Freude. Die Geschäfte von Infineon laufen auf vollen Touren. Zum zweiten Quartal (per Ende März) konnte er nicht nur weitere Zuwächse bei Umsatz und Gewinn verkünden, sondern auch die Prognose für das Geschäftsjahr 2020/21 zum zweiten Mal leicht anheben. Vor allem im besonders wichtigen Automobilgeschäft konnte Infineon zuletzt klar zulegen. Mit der Autoindustrie macht Infineon den Löwenanteil seines Umsatzes. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern dort die Folgen der Corona-Krise zu spüren bekommen.

Lieferengpässe weiter an der Tagesordnung

Engpässe sehe Infineon in jenen Segmenten, in denen der Konzern Chips von Auftragsfertigern beziehe – insbesondere bei Mikrocontrollern für das Auto und IoT-Produkte, sagte Ploss mit Blick auf den nach wie vor akuten weltweiten Halbleitermangel. Die Probleme könnten noch einige Quartale bestehen bleiben. Das Risiko eines Ungleichgewichts zwischen Angebot und Nachfrage könnte sogar bis ins Jahr 2022 anhalten, so Ploss.

Leichtes Wachstum erwartet 

Für das Ende Juni abgelaufene dritte Quartal rechnet das Unternehmen mit Erlösen zwischen 2,6 und 2,9 Milliarden Euro, nach 2,7 Milliarden Euro im vorherigen Vierteljahresabschnitt. Für 2020/2021 erwartet Infineon derzeit einen Umsatz von etwa 11 Milliarden Euro, plus oder minus 3 Prozent, und damit etwas mehr als zuletzt im Februar angepeilt. Dabei profitiert das Unternehmen auch von der Integration der milliardenschweren Übernahme des US-Konzerns Cypress Semiconductor. Auch die operative Gewinnmarge soll etwas höher ausfallen als zunächst anvisiert. 

Das macht die Infineon-Aktie

Die Infineon-Aktie legte man Montagvormittag um 0,1 Prozent auf 33,10 Euro zu. Damit setzten die Papiere ihre träge Seitwärtsphase fort: Seit Jahresbeginn pendelt die Infineon-Aktie zwischen der 30- und 36-Euro-Marke hin und her. 

Sechs-Monats-Chart Infineon (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
Schlagworte:
, , , , ,
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

News-Suche

Suchbegriff:

Aktuelle Videos

HSBC Trading TV

Werbung

Trading-Tipp

Börsen & Märkte

US-Marktüberblick

zur Mediathek
Werbung

Werbung
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook oder Twitter
Wenn Sie auf die Teilen-Buttons klicken und sich bei den Betreibern einloggen, werden Daten an den jeweiligen Betreiber übermittelt. Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.
Aktuelle Umfrageschliessen
El Salvador führt als erstes Land den Bitcoin als Währung ein. Sollten die anderen Länder nachziehen?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen