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Intel: Aktuell Top – in Zukunft aber Flop?

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Aktuell zählt der Chip-Riese Intel zu den klaren Gewinnern der Corona-Krise – das bestätigen nun auch die Zahlen des ersten Quartals. Doch der Blick in die Zukunft ist weniger rosig.

So befürchtet Intel im zweiten Halbjahr schlechtere Geschäfte durch einen Sparkurs von Unternehmen und Behörden. "Ab irgendeinem Punkt werden uns die Auswirkungen der Rezession treffen", warnte Firmenchef Bob Swan. Doch im vergangenen Quartal übertraf Intel alle Erwartungen.

Weil in der Corona-Zeit der Datenverkehr durch Videokonferenzen, Streaming und Games explosiv anstieg, bauen Betreiber von Netz-Infrastruktur und Cloud-Diensten gerade ihre Kapazitäten aus. Intel profitierte davon im Geschäft mit Chips für Rechenzentren mit einem Umsatzsprung von 43 Prozent auf sieben Milliarden Dollar. Der operative Gewinn lag mit rund 3,5 Milliarden Dollar sogar 90 Prozent höher als vor einem Jahr.

Aber auch der Kauf von Notebooks für Heimarbeit machte sich in Intels Geschäft mit PC-Chips bemerkbar: Der Umsatz der entsprechenden Sparte legte um 14 Prozent auf rund 9,8 Milliarden Dollar zu. Mit einem operativen Ergebnis von 4,2 Milliarden Dollar verdiente sie 37 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Im laufenden Quartal werde das Wachstum in dem Bereich noch weitergehen, dann dürfte die Nachfrage gesättigt sein, schätzt Intel.

Insgesamt stieg der Konzernumsatz im ersten Quartal um 23 Prozent auf 19,8 Milliarden Dollar. Beim Gewinn gab es ein Plus von 42 Prozent auf 5,7 Milliarden Dollar.

Das macht die Intel-Aktie

Die Anleger ließen unterdessen die Intel-Aktie +1,38% im nachbörslichen Handel zeitweise um mehr als fünf Prozent fallen, da die Ergebnisprognose für das laufende Quartal unter den Erwartungen ausfiel. Intel wagte keine neue Jahresvorhersage, nachdem die erste wegen der Corona-Krise gestrichen worden war.

Zudem hatte es am Donnerstag neue Spekulationen gegeben, Apple +1,68% wolle in seinen Mac-Computer die Intel-Prozessoren ersetzen. Erste solche Geräte seien für das kommende Jahr geplant, schrieb der Finanzdienst Bloomberg. Für Intel wäre das ein Rückschlag im Computer-Geschäft.

Mit Material von dpaAFX.
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