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Intel: Diese Aussichten tun weh

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Chipkonzern Intel hat seine Quartalszahlen vorgelegt und da einen deutlichen Rückgang verzeichnet. Bei Prozessoren für Notebooks gab es unterdessen einen kräftigen Sprung - auch wenn günstigere Geräte als vor einem Jahr gefragt waren. Der Dow-Konzern hob daraufhin seine Prognose an. Doch die Intel-Aktie sackt am Freitag ab.

Insgesamt blieb der Intel-Quartalsumsatz im Jahresvergleich fast unverändert mit 19,67 Milliarden Dollar (rund 16,4 Mrd Euro). Der Gewinn fiel unterdessen um gut 40 Prozent auf 3,36 Milliarden Dollar, wie Intel gestern nach US-Börsenschluss mitteilte. Einen Ausschlag dafür gab der Betrag von 2,2 Milliarden Dollar für Umstrukturierungen und andere Belastungen.

Besseres Geschäft mit Notebook-Prozessoren

Im Geschäft mit Rechenzentren fiel der Umsatz um ein Fünftel auf 5,56 Milliarden Dollar. Und auch das operative Ergebnis sackt von 3,5 auf knapp 1,3 Milliarden Dollar ab. Nachdem im vergangenen Jahr die Rechenzentren angesichts des höheren Datenvolumens durch Arbeiten und Lernen von zuhause aus ausgebaut wurden, wurde mit einer Abkühlung bereits gerechnet.

Unterdessen lieferte Intel 54 Prozent mehr Prozessoren für Notebooks aus. Ihr durchschnittlicher Preis sank jedoch um 23 Prozent, unter anderem da die einfacheren und günstigeren Chromebooks zum Beispiel im Bildungsbereich in den USA gefragt waren. Intels PC-Sparte steigerte den Umsatz insgesamt um 8,5 Prozent auf 10,6 Milliarden Dollar.

Halbleiter-Knappheit wird noch andauern

Der Chip-Riese sieht kein Ende der globalen Halbleiter-Engpässe, die unter anderem Autobauern schwer zu schaffen machen. Die "beispiellose Nachfrage" strapaziere die Lieferketten in der Branche, sagte der neue Intel-Chef Pat Gelsinger am Donnerstag. Es fehle an Fertigungskapazitäten, Material für Leiterplatten sowie an Bauteilen. "Wir erwarten, dass die nötigen Investitionen aus der Branche gegen diese Knappheit ein paar Jahre in Anspruch nehmen."

Intel werde aggressiv um Marktanteile in dem Geschäft kämpfen, "um jeden Steckplatz", versicherte Gelsinger. Zuletzt hatte der Intel-Erzrivale AMD -0,38% Boden bei Server-Chips gutgemacht.

Die Intel-Aktie -0,76% verliert im frühen US-Handel am Freitag zeitweise mehr als sechs Prozent. Die 50-Tage-Linie, an der der Kurs zuletzt kämpfte, wurde nun nachhaltig unterschritten. Die Prognoseerhöhung reicht dem Markt nicht, Analysten hatten mehr erwartet. (Mit Material von dpa-AFX)

Sechs-Monats-Chart Intel (in US-Dollar, Nasdaq)
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