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Ist das die Lösung für die Evergrande-Krise?

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Um die Ansteckungsgefahr der Evergrande-Krise auf Chinas Immobiliensektor fernzuhalten, setzt die chinesische Regierung nun auf noch laxere Immobilienkredite. Eine eher kurzfristig gedachte Lösung.

Die Finanzaufsicht trug laut Bloomberg einigen Großbanken auf, die Kreditvergabe für Immobilienkredite für das dritte Quartal zu beschleunigen. Zudem wurde den Banken der Verkauf bestimmter Anleihen erlaubt, die auf Immobilienkrediten basieren, um so die Kreditvergabe zu unterstützen. Dies war noch im Frühjahr weitgehend untersagt worden.

Ausgerechnet in der laxen Kreditvergabe für überteuerte Immobilien sehen viele Experten jedoch den Grund für Chinas überschuldeten Immobiliensektor. Da jedoch knapp ein Drittel des chinesischen Bruttoinlandsprodukts in der Bau- und Immobilienbranche erwirtschaftet werden und das Wachstum der Volksrepublik in großen Teilen vom Bauboom abhängt, steckt die politische Führung in einem Dilemma.

Milliardenschulden und ein Problem für Immobilienkäufer

Die Krise rund um Evergrande lastet damit unverändert auf dem chinesischen Finanz- und Immobilienmarkt. Der Handel mit Aktien des hoch verschuldeten chinesischen Immobilienriesen an der Börse in Hongkong ist seit dem 4. Oktober ausgesetzt und bei den Zinszahlungen für Anleihen von Evergrande kam es zuletzt immer wieder zu Verzögerungen.

Evergrande gilt als das weltweit am höchsten verschuldete Immobilienunternehmen mit mehr als 300 Milliarden Dollar an Verbindlichkeiten. Das größte Problem bleiben dabei die Verbindlichkeiten gegenüber den Immobilienkäufern. Denn in China werden Apartments nicht etwa mit Anzahlung und Hypothek finanziert, sondern der Käufer kümmert sich selbst um den Kredit und zahlt dann auf einen Schlag vorab. Geld für die Fertigstellung der bereits verkauften Immobilien hat Evergrande jedoch nicht.

Achtung: Ansteckungsgefahr

Der Konzern ist so groß, dass einige Experten eine Ansteckungsgefahr für Chinas Wirtschaft und darüber hinaus befürchten. Die chinesische Regierung zögert aber, dem Immobilienriesen zu Hilfe zu kommen. Denn eigentlich will sie für Ordnung auf dem hochspekulativen und boomenden Immobilienmarkt sorgen.

Mit der noch laxeren Kreditvergabe scheint sie dieses krankende System jedoch nun weiter zu befördern und die Risiken weg von den Immobilienkonzernen hin zu Bürgern sowie Banken zu verschieben. Kurzfristig sollte die zusätzliche Liquidität den Immobiliensektor stützen, langfristig ist dies jedoch keine Lösung, sondern erhöht eher die Ansteckungsgefahr für die chinesische Volkswirtschaft.


Mit Material von dpaAFX.

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