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Jenoptik: Darum verliert der SDAX-Wert am Dienstag

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Technologiekonzern Jenoptik hat seine Umsatzprognose für das laufende Jahr gekappt. So zeigten sich die Erlöse im dritten Quartal zwar im Vergleich zu den drei Monaten zuvor verbessert, lagen jedoch unter Vorjahresniveau, wie das Unternehmen am Montagabend in Jena mitteilte.

Wegen der anhaltend schwachen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und eines "deutlich erhöhten Risikos weiterer einschneidender Maßnahmen" im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie geht das Management jedoch von niedrigeren Umsätzen aus als geplant. Der Aktienkurs geriet daraufhin am Dienstag im SDAX stark unter Druck.

So sollen die Erlöse nun auf 730 Millionen bis 750 Millionen Euro sinken, erklärte das Unternehmen. Dies entspreche einem Rückgang um 10 bis 13 Prozent im Vergleich zum bereinigten Vorjahr. Anfang August hatte Jenoptik nach einem schwachen zweiten Quartal auf eine etwas stärkere Erholung in der zweiten Jahreshälfte gesetzt und hatte einen Umsatz von 770 bis 790 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Der Auftragseingang konnte sich im dritten Quartal den Angaben zufolge auf dem Vorjahresniveau stabilisieren.

Die Jenoptik-Aktien sackten zu Handelsbeginn am Dienstagmorgen deutlich ab. Sie verloren zeitweise sieben Prozent und notierten zuletzt noch mit einem Abschlag von 4,5 Prozent am SDAX-Ende. Die 50-Tage-Linie konnte dabei verteidigt werden.

Sechs-Monats-Chart Jenoptik (in Euro)


Die bisherigen Markterwartungen hätten sogar noch über dem alten Umsatzziel gelegen, erklärte ein Börsianer die heftige Marktreaktion. Baader-Analyst Peter Rothenaicher nannte die Senkung der Erlösprognose eine unerfreuliche Überraschung, verwies aber auf einen positiven Trend bei der operativen Ergebnismarge. Er beließ sein Kursziel für Jenoptik bei 26 Euro.

Optimistischer ist das Analysehaus Warburg Research. Die Einstufung blieb nach der Umsatzwarnung auf "Buy" mit einem Kursziel von 30 Euro. Vermutlich sei das Automobilsegment Ursache der Warnung, schrieb Analyst Malte Schaumann in einer aktuellen Schnelleinschätzung. Die Nachricht sei eine negative Überraschung. Positiv seien dagegen die Aussagen zur robusten Profitabilität im Gesamtjahr.

So verbesserte sich die Profitabilität in den Monaten Juli bis September im Vergleich zum Vorquartal, wie das Unternehmen weiter berichtete. Jenoptik geht daher nun von einer bereinigten operativen Marge (Ebitda) am oberen Ende der Spanne von 14,5 bis 15,0 Prozent aus. Im Vorjahr hatte Jenoptik noch 15,7 Prozent erzielt.

Nicht in der Prognose enthalten ist die kürzlich übernommene Trioptics. Das Unternehmen soll im laufenden Jahr rund 25 Millionen Euro zum Umsatz beitragen. Die bereinigte Ebitda-Marge werde deutlich über der des Konzerns erwartet, so Jenoptik. Die ausführlichen Zahlen sollen am 10. November veröffentlicht werden. (Mit Material von dpa-AFX)

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