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Johnson & Johnson: Freigabe für alle = neue Kaufimpulse?

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Millionen Menschen können sich in den kommenden Monaten mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson ohne Zugehörigkeit zu einer Vorranggruppe impfen lassen. Das entschieden die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Montag. Bei diesem Impfstoff reicht eine Spritze für den vollen Schutz. Er kann ähnlich wie der Impfstoff von AstraZeneca -0,09% aber selten schwere Nebenwirkungen haben. 

Deshalb ist vor einer Entscheidung für das Vakzin bei Menschen bis 60 Jahren ärztliche Aufklärung und individueller Risikoanalyse vorgeschrieben. Regelhaft eingesetzt werden soll der Impfstoff erst bei Personen ab 60 - allerdings wird er in Deutschland großteils erst geliefert, wenn die Älteren ganz überwiegend schon geimpft sind.

10 Millionen Impfdosen bis Ende Juli erwartet

In Deutschland haben die Impfungen mit dem Präparat des US-Konzerns laut Paul-Ehrlich-Institut (PEI) Ende April begonnen. Bisher sind erst knapp 20.000 Impfungen damit in Deutschland erfasst. Spahn sagte, 450.000 Dosen seien geliefert, die bisher vorrangig damit arbeitenden mobilen Impfteams in Flüchtlings- und Obdachloseneinrichtungen meldeten die Impfungen aber oft etwas später. Zehn Millionen Impfdosen davon sollen laut Spahn bis Ende Juli geliefert sein.

Ähnliche Nebenwirkungen wie AstraZeneca-Impfstoff

Im Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz heißt es, sie nehme "die berichteten Fälle von Hirnvenenthrombosen im Zusammenhang mit einer Impfung mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson" ernst. In den USA waren die Impfungen mit dem Präparat zeitweise ausgesetzt. Nach einer Überprüfung von Sicherheitsdaten kamen die dortigen Behörden dann aber zu dem Schluss, dass die bekannten und potenziellen Vorteile die Risiken überwiegen. Ähnliche Nebenwirkungen - spezielle Blutgerinnsel verbunden mit einem Mangel an Blutplättchen - gab es bei dem anderen verfügbaren Vektorimpfstoff von AstraZeneca.

Beim Impfstoff von Johnson & Johnson treten sie laut der US-Gesundheitsbehörde CDC mit einer Rate von ungefähr sieben pro eine Million geimpfter Frauen zwischen 18 und 49 Jahren auf. "Bei Frauen ab 50 Jahren und Männern jeden Alters ist dieses unerwünschte Ereignis noch seltener." Anhand der bisher verfügbaren Daten sähen Experten keine Anhaltspunkte, dass Frauen, die hormonale Verhütungsmittel wie die Pille nutzen, gefährdeter sein könnten.

In Deutschland gibt es bisher keine Meldungen zu Komplikationen wegen Johnson & Johnson, wie eine PEI-Sprecherin sagte. Die Nebenwirkung tritt meist in den ersten drei Wochen nach der Impfung auf. Laut einschlägigem PEI-Bericht konnten für die Entstehung bislang keine spezifischen Risikofaktoren gefunden werden. Wie die Stiko in Deutschland eine altersabhängige Empfehlung für beide Geschlechter begründet, war zunächst nicht bekannt.

Das macht die Aktie von Johnson & Johnson 

Die Aktie von Johnson & Johnson +0,33% zog am Montagabend um 1,5 Prozent auf 171,01 Dollar zu. Damit nährten sich die Papiere wieder dem Januar-Hoch bei knapp 174 Dollar. Im deutschen Handel verteuerte sich die Aktie hingegen zuletzt um 1,2 Prozent auf 140,56 Dollar und nahm damit Kurs auf das März-Hoch bei 142 Euro. 

Sechs-Monats-Chart Johnson & Johnson (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
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