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JPMorgan: US-Bank erzielt Milliardengewinn – Aktie schwach

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die größte US-Bank JPMorgan Chase hat angesichts stark gesunkener Kreditrisiken aufgrund der wirtschaftlichen Erholung von der Corona-Krise einen überraschend kräftigen Gewinnsprung im zweiten Quartal verbucht. Mit rund 11,9 Milliarden US-Dollar (rund zehn Milliarden Euro) verdiente das größte US-Geldhaus rund zweieinhalb Mal so viel wie ein Jahr zuvor. 

Damit pulverisierte das US-Unternehmen die Markterwartungen deutlich: Die Analysten hatten im Schnitt zuvor mit lediglich mit einem Gewinn von 10,1 Milliarden Dollar gerechnet. Auch beim Umsatz lag JPMorgan mit 31,8 Milliarden Dollar klar über den erwarteten 30 Milliarden Dollar. 

Konzernchef Jamie Dimon sprach von soliden Ergebnissen über alle Geschäftsbereiche hinweg und zeigte sich auch für das restliche Jahr zuversichtlich, da sich der wirtschaftliche Ausblick weiter verbessere. Der jüngste Gewinnsprung lag jedoch auch daran, dass JPMorgan netto 2,3 Milliarden Dollar an in der Corona-Krise gebildeter Risikovorsorge für ausfallbedrohte Kredite auflöste.

Cashcow stottert 

Im Tagesgeschäft lief zuletzt deutlich weniger rund. Die gesamten Erträge der Bank gingen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund acht Prozent auf 30,5 Milliarden Dollar zurück. JPMorgan musste geringere Einnahmen im Wertpapierhandel verkraften, zudem lief das Geschäft mit Verbraucherkrediten weiter mau. Erfolge verbuchte das Geldhaus im klassischen Investmentbanking, wo nicht zuletzt die Flut an Börsengängen deutlich mehr Gebühren in die Kassen spülte. 

Die führende US-Investmentbank Goldman Sachs -0,03% hingegen überzeugte zuletzt fast auf ganzer Linie. Mit fast 5,5 Milliarden Dollar (4,6 Milliarden Euro) strich die Bank ihren bislang zweithöchsten Quartalsgewinn überhaupt ein. Ein Jahr zuvor hatten hohe Rückstellungen für drohende Kreditausfälle und eine Einigung in der milliardenschweren Korruptions- und Geldwäscheaffäre um den malaysischen Staatsfonds 1MDB den Gewinn von Goldman Sachs einbrechen lassen. 

Corona noch nicht vom Tisch 

Die Nettoerträge – also die Einnahmen der Bank – legten im Jahresvergleich um 16 Prozent auf fast 15,4 Milliarden Dollar zu, wie Goldman Sachs mitteilte. Während die Erträge im Kapitalmarktgeschäft sprudelten, musste das Unternehmen im Handelsgeschäft einen Rückgang um fast ein Drittel hinnehmen. Vorstandschef David Solomon zeigte sich zwar zufrieden mit dem Geschäftsbericht, warnte jedoch auch vor weiteren Herausforderungen bei der Überwindung der Corona-Pandemie.

Das macht die JPMorgan-Aktie 

Die Papiere der US-Bank JPMorgan Chase +1,11% gaben am Dienstagnachmittag im frühen US-Handel um rund zwei Prozent auf 154,90 Dollar nach. Seit Jahresbeginn steht jedoch ein Plus von fast 28 Prozent zu Buche. Auf der Handelsplattform Xetra notierte die JPMorgan-Aktie zuletzt rund 1,3 Prozent auf 131,54 Euro nach.

Sechs-Monats-Chart JPMoragn Chase (in US-Dollar)
Mit Material von dpa-AFX.
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