DAX®15.348,53+1,43%TecDAX®3.907,37+2,07%Dow Jones 3033.919,84-0,15%Nasdaq 10015.027,77+0,10%
finanztreff.de

Jungheinrich: Per Gabelstapler durch die Pandemie

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Überraschend gut hat der Gabelstapler- und Hubwagen-Hersteller Jungheinrich das abgelaufene Geschäftsjahr abgeschlossen. Dank Sparmaßnahmen und einem starken Schlussquartal lief es besser als zu Beginn der Pandemie erwartet. Trotz des coronabedingten Konjunktureinbruchs hat der SDAX-Konzern überall mindestens das obere Ende der Prognosespanne erreicht, teilten die Hamburger mit. Auch für 2021 ist Jungheinrich optimistisch.

"Vor dem Hintergrund der durch die COVID-19-Pandemie erschwerten Rahmen- und Marktbedingungen sind wir mit dem Geschäftsverlauf des Jahres zufrieden", erklärte Konzernchef Lars Brzoska. Dank Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen habe der Konzern die Auswirkungen der Pandemie "erfolgreich begrenzen können".

Rückgang bei Umsatz und Ebit

Der Umsatz erreichte 2020 noch 3,81 Milliarden Euro, nach 4 Milliarden Euro im Vorjahr. Der Auftragseingang ging von 3,92 Milliarden auf 3,78 Milliarden Euro zurück. Beim operativen Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) erreichte der Konzern 218 Millionen Euro nach 263 Millionen Euro.

Der Umsatz sei zwar leicht zurückgegangen, kommentierte Brzoska vor Journalisten, dennoch seien das sehr gute Ergebnisse, "wenn man betrachtet, wie einschneidend die Corona-Pandemie viele Unternehmen getroffen hat".

Kleine Dividenden-Kürzung

Auch beim Ebit könne man von einem ordentlichen Ergebnis sprechen. Finanzchef Volker Hues fügte hinzu, dass beim Ebit auch noch mehrere Sondereffekte zum Tragen kämen, wie Wertminderungen, Entwicklungsausgaben und eine Corona-Prämie für die Mitarbeiter. "Das Ergebnis konnten wir nur erreichen, weil wir massiv am Thema Kosten gearbeitet haben." Der Vorstand schlägt anhand der Ergebnisse eine Dividende von 0,43 Euro je Vorzugsaktie vor, 5 Cent weniger als vor einem Jahr.

Im laufenden Jahr will Jungheinrich den Umsatz wieder auf 3,9 Milliarden Euro bis 4,1 Milliarden Euro steigern. Der Auftragseingang soll sich im gleichen Rahmen bewegen und damit auch wieder anziehen. Das Ebit soll mit einer Brandbreite zwischen 260 und 310 Millionen Euro mindestens in etwa wieder auf dem Niveau von 2019 liegen.

Eine große Herausforderung im abgelaufenen aber auch im laufenden Jahr seien die Lieferketten, heißt es. Jungheinrich habe es geschafft, die Lieferketten nie abreißen zu lassen. Infolge der Pandemie hätten Lieferanten immer wieder Probleme gehabt, Werke mussten zeitweise wegen Corona-Fällen schließen, erklärte Brzoska. Jungheinrich habe allerdings bereits vor der Krise eine "Taskforce" gegründet, die sich genau mit diesem Thema beschäftige, Lieferketten im Auge behalte und bei Bedarf nach Alternativen suche.

Das macht die Aktie von Jungheinrich

Auch wenn die Zahlen insgesamt unter dem Vorjahr liegen, reagierten Anleger an der Börse erfreut und griffen bei der Jungheinrich-Aktie -2,53% ordentlich zu. Der Kurs des Papiers kletterte am frühen Nachmittag um 7,6 Prozent und stieg damit auf mehr als 38 Euro. Damit erholt sich das Papier weiter ein Stück, zu Beginn des Jahres lag der Kurs mit mehr als 40 Euro aber immer noch etwas höher.

Die Aktie hat seit dem Corona-Crash allerdings insgesamt einen erstaunlichen Lauf hingelegt. Mittlerweile notieren die Papiere so hoch wie zuletzt im Frühjahr 2018.

(Mit Material von dpa-AFX)
Schlagworte:
, ,
Werbung

Das könnte Sie auch interessieren

News-Suche

Suchbegriff:

Aktuelle Videos

HSBC Trading TV

Werbung

Trading-Tipp

Börsen & Märkte

US-Marktüberblick

zur Mediathek
Werbung

Werbung
Diese Seite empfehlenschliessen
Interessant, oder?
Teilen Sie diese Seite auf Facebook oder Twitter
Wenn Sie auf die Teilen-Buttons klicken und sich bei den Betreibern einloggen, werden Daten an den jeweiligen Betreiber übermittelt. Bitte beachten Sie die Datenschutzerklärung.
Aktuelle Umfrageschliessen
El Salvador führt als erstes Land den Bitcoin als Währung ein. Sollten die anderen Länder nachziehen?
Jetzt abstimmen!
Alle Umfragen ansehen