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Kann diese Telekom-SAP-Kooperation gut gehen?

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Die Deutsche Telekom und SAP sollen die technische Infrastruktur für das geplante EU-Covid-Zertifikat für einfacheres Reisen in Europa aufbauen. Ein erster Vertrag mit SAP und der Telekom-Tochter T-Systems sei bereits unterzeichnet worden, teilte ein Sprecher der EU-Kommission am Donnerstag auf Anfrage mit. Beide Unternehmen arbeiteten gerade an der technischen Spezifizierung. Der endgültige Vertrag über den Aufbau der Verbindungsstelle für die nationalen Anwendungen solle zeitnah folgen.

Das sogenannte "grüne Zertifikat" soll bis Ende Juni EU-weit einsatzbereit sein. Das Dokument - digital oder auf Papier - soll Impfungen, Ergebnisse zugelassener Tests sowie Informationen zu überstandenen Infektionen festhalten und EU-weit anerkannt werden. Welche Vorteile wie etwa eine Quarantäne-Befreiung die EU-Staaten gewähren, sollen sie selbst entscheiden können. EU-Staaten und Europaparlament müssen sich noch auf die Details des "grünen Zertifikats" einigen.

Millionenbetrag für Entwicklung

Auf EU-Ebene stehen 50 Millionen Euro für das "grüne Zertifikat" zur Verfügung. Dem Sprecher zufolge steht das Geld unter anderem für den Aufbau des Netzwerk-Knotens, die Unterstützung der EU-Staaten bei der Anbindung daran und die Entwicklung einer Open-Source-Software bereit, auf der nationale Lösungen aufbauen können. Die EU-Kommission ist für den Netzwerk-Knoten zuständig, über den die nationalen Programme miteinander verbunden werden sollen. Der Sprecher der Brüsseler Behörde betonte am Donnerstag, dass nur die öffentlichen Leseschlüssel der digitalen Zertifikate ausgetauscht werden, jedoch keine persönlichen Daten. 

SAP und die Deutsche Telekom hatten bereits die EU-Plattform gebaut, über die bislang 17 Corona-Warn-Apps der EU-Staaten miteinander verbunden sind. Zudem haben die beiden DAX-Konzerne auch die deutsche Corona-Warn-App entwickelt, die jedoch zum Teil noch immer kritisch beäugt wird. Der Erfolg des neuen Projekts bleibt daher abzuwarten.

Ein Lichtblick

Die nationalen Anwendungen werden von den EU-Staaten selbst aufgesetzt. In Deutschland übernehmen das der US-Konzern IBM -2,88%, das Softwareunternehmen Ubirch, die IT-Genossenschaft Govdigital und der IT-Dienstleister Bechtle +1,11%. Somit bleibt zu hoffen, dass sich Pannen, wie zur Einführung der Corona-Warnapp nicht wiederholen. 

Das macht die Aktie von SAP

An der Börse stieß die Nachricht auf gemischte Reaktionen seitens der Anleger. Während die SAP-Aktie +0,26% am Donnerstagnachmittag rund 2,3 Prozent auf 116,00 Euro zulegte und damit unweit der viel beachteten 200-Tage-Linie bei 16,38 Euro notierte, gab die Telekom-Aktie -0,17% knapp ein halbes Prozent auf 15,98 Euro nach und rutschte damit unter die 16-Euro-Marke.

Sechs-Monats-Chart von SAP (in Euro)
Mit Material von dpaAFX.
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