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KION: Gute Q-Zahlen reichen nicht – Aktie unter Druck

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Gabelstapler-Hersteller KION hat einen starken Jahresstart hingelegt. Zum einen erhole sich die Weltwirtschaft weiter, wovon auch der Weltmarkt für Flurförderzeuge profitiere, teilte der MDax-Konzern mit und bestätigte seine Prognose. Zum anderen bleibe der Trend zu Lagerautomatisierungen im Online-Handel stark.

Im Jahresvergleich stieg der Umsatz um 17,1 Prozent auf rund 2,4 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) legte um knapp 50 Prozent auf 215 Millionen Euro zu. Das Nettoergebnis kletterte im ersten Quartal von 67,8 Millionen im Vorjahr auf 137 Millionen. Auch der Auftragseingang übertraf mit gut 2,6 Milliarden Euro deutlich den Vorjahreswert.

Prognose bestätigt 

KION geht für das laufende Jahr von einem deutlichen Wachstum aus. Die Erlöse sollen 2021 von 8,3 Milliarden Euro im Vorjahr auf 9,15 Milliarden bis 9,75 Milliarden Euro zulegen, wie das Unternehmen zur Wochenmitte bekanntgab. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) sieht der Gabelstaplerhersteller bei 720 Millionen bis 800 Millionen Euro, nach rund 547 Millionen Euro im Vorjahr. Damit würde KION beim Umsatz das Vor-Pandemiejahr 2019 übertreffen - was das bereinigte operative Ergebnis angeht würde der Konzern jedoch noch unter dem Niveau von 2019 zurückbleiben.

Unsicherheit bleibt bestehen

Im ersten Quartal lief es für den Konzern in den beiden Segmenten Flurförderfahrzeuge und Lieferkettenlösungen gut. Allerdings sei das wirtschaftliche Umfeld weiterhin von einer großen Unsicherheit geprägt - nicht nur aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie, erklärte KION-Chef Gordon Riske laut Mitteilung. "Wir sehen zudem steigende Rohstoffpreise sowie Risiken bei der Verfügbarkeit wichtiger Vorprodukte, etwa in der Halbleiterindustrie", betonte er.

Das sagen die Analysten 

Für einige Anleger könnte die unveränderte Prognose eine Überraschung sein, kommentierte Akash Gupta vom US-Bank JPMorgan, weil auch Wettbewerber Jungheinrich seinen Ausblick in der vergangenen Woche angehoben hatte. Für Gupta spiegele das jedoch die Vorsicht des Managements mit Blick auf gewisse Unsicherheiten wider. Er bemängelte aber auch, dass KION beim Wachstum im Kernmarkt Europa einmal mehr hinter dem Markt zurückbleibe, wobei sich der Abstand verringere. 

Der Experte William Turner vom US-Analysehaus Goldman Sachs hatte sich beim Auftragseingang im Segment Lieferkettenlösungen ein wenig mehr erhofft. Die Baader Bank bezeichnete die Quartalszahlen in jeder Hinsicht als sehr stark. Wie erwartet habe der Konzern seine Erwartungen angesichts weiterer Risiken für das laufende Jahr allerdings nur bestätigt.

Das macht die KION-Aktie

Trotz starker Ergebnisse gab die KION-Aktie +2,08% Mittwoch kurz nach Handelsstart nach und sank zuletzt um rund 1,9 Prozent auf 85,36 Euro. Allerdings waren die Papiere erst am Dienstag auf ein Rekordhoch bei 88,20 Euro gestiegen.

Sechs-Monats-Chart KION (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
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