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Kion: Zu hoch gestapelt – Rücksetzer nach Zahlen

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 2 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Schwache Geschäftszahlen haben die Ende März in Gang gekommene Erholung der Kion-Aktie vom marktweiten Viruscrash jäh gestoppt. Das Papier des Gabelstapler-Herstellers fiel zuletzt 6,6 Prozent auf 44 Euro und ist damit das klare Schlusslicht im MDAX.

Kion bekam im ersten Quartal die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie zu spüren. Die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zunächst in China, und später dann auch in Europa, beeinträchtigte vor allem das Geschäft mit Flurförderzeugen wie z.B. Gabelstapler erheblich.

Dank der noch guten Entwicklung im Januar und Februar sank der Auftragseingang bei Kion hingegen nur leicht – um 1,8 Prozent auf knapp 2,1 Milliarden Euro. Insgesamt sank das Konzernergebnis im ersten Quartal um 27,2 Prozent auf 67,8 Millionen Euro, wie der MDAX-Konzern am Dienstag mitteilte.

Analysten bewerten Q1 negativ

Analysten äußerten sich entsprechend negativ. Das erste Quartal sei insgesamt schwach verlaufen, urteilten die Experten. Laut Analyst Akash Gupta von der US-Bank JPMorgan verfehlten der Umsatz und das bereinigte operative Ergebnis die Markterwartungen. Nun dürften die durchschnittlichen Schätzungen der Analysten vor allem mit Blick auf die Entwicklung im Flurförderfahrzeug-Geschäft seines Erachtens sinken.

Demgegenüber konnte der Auftragseingang laut Gupta insgesamt positiv überraschen. Grund dafür ist die hohe Nachfrage nach Automatisierungslösungen in der Lieferkettenlogistik. Das Geschäft wird vor allem durch das Wachstum des globalen Online-Handels getrieben. Allerdings ging das deutlich größere Neugeschäft mit Fahrzeugen, Lagertechnik und Dienstleistungen signifikant zurück.

Das macht die Aktie von Kion

Der Kursrutsch nach den enttäuschenden Zahlen warf die Kion-Aktie +2,52% nun zwar zurück, aber lediglich auf das Niveau von Mitte April. Schließlich hatte sich der Anteilsschein seit dem Zwischentief vom 23. März bei rund 33 Euro bis Montag bereits auf über 47 Euro vorgearbeitet und so ein gutes Polster geschaffen.

Charttechniker sehen bei rund 42 Euro eine horizontale Unterstützung für den Kion-Kurs. Bei 42 Euro verläuft denn auch die sogenannte 21-Tage-Durchschnittslinie, die den kurzfristigen Trend beschreibt.

Mit Material von dpaAFX.
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