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Klöckner: Keine Zuversicht nach Quartalszahlen

| Quelle: finanztreff | Lesedauer etwa 3 min. | Text vorlesen Stop Pause Fortsetzen

Der Stahlhändler Klöckner hat im ersten Quartal seine Verluste ausgeweitet. Die Geschäftsführung sieht das Unternehmen jedoch finanziell gut aufgestellt – Zuversicht konnte bei den leidgeprüften Aktionären dennoch nicht aufkommen.

Der Konzernverlust lag im ersten Jahresviertel mit 21 Millionen Euro etwa doppelt so hoch wie im Vorjahr, wie das Unternehmen am Montag in Duisburg mitteilte. Die sinkende Nachfrage führte zu einem Absatzrückgang um knapp 9 Prozent, der Umsatz sank um rund 15 Prozent auf knapp 1,5 Milliarden Euro. Dabei belastete zusätzlich ein anhaltender Preisdruck die Geschäfte.

Wegen der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie rechnet der Konzern im zweiten Quartal mit einer weiteren Verschlechterung bei Umsatz und Absatz sowie einem EBITDA-Verlust im niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Seinen Jahresausblick hat das Unternehmen bereits zurückgezogen, einen neuen gab es nicht.

Keine Staatshilfen nötig

Dennoch zeigte sich Klöckner zuversichtlich, gut durch die Krise zu kommen. So geht das Unternehmen für das Jahr von positiven Mittelzuflüssen aus betrieblicher Tätigkeit aus. Das Unternehmen sei dank umfangreicher Liquiditäts- und Finanzierungsreserven gut aufgestellt. Staatshilfen will der Stahlhändler dabei mit Ausnahme von Kurzarbeit nicht in Anspruch nehmen – im Gegensatz zu Thyssenkrupp.

Restrukturierung und Konsolidierung

Klöckner will nun seine Restrukturierung schneller vorantreiben. Dabei setzt der Konzern vermehrt auf die Digitalisierung. So steigerte Klöckner im ersten Quartal den Anteil des über digitale Kanäle erzielten Konzernumsatzes um mehr als 3 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorquartal auf 35 Prozent. Auch bei seiner offenen Industrieplattform kam Klöckner voran. Die Zahl, der bei der Plattform unter Vertrag stehenden Händler und Kunden habe sich innerhalb einer Jahres vervierfacht. Eine in diesem Zusammenhang entwickelte Lösung zur Automatisierung des Einkaufs, die Klöckner seit April intern im Einsatz hat, soll im Laufe des Jahres auch an externe Unternehmen vermarktet werden.

Zudem sieht das Unternehmen durch die Krise die Chance, an der "absehbaren stärkeren Konsolidierung der Branche zu partizipieren". Klöckner & Co war in der Vergangenheit mehrfach mit Thyssenkrupp in Verbindung gebracht worden. Dem Essener Konzern war dabei Interesse nachgesagt worden, mit einem Kauf von Klöckner seine Stahlsparte stärken zu wollen.

Das macht die Aktie von Klöckner

Die anhaltende Schwäche im Automobil- und Maschinenbausektor sowie die ersten Ausläufer der Corona-Pandemie verunsichern Klöckner-Aktionäre weiterhin. Für etwas Beruhigung sorgt, dass der Stahlhändler immerhin keine Staatshilfen braucht. Dennoch gab die Klöckner-Aktie -3,20%, die in den vergangenen Wochen ohnehin zu den größten Verlierern im SDAX gehört hatte, um bis zu zwölf Prozent ein. Zuletzt lag das Papier mit einem Minus von 8 Prozent auf 3,40 Euro am SDAX-Ende.

Mit Material von dpaAFX.
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